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Herbstwallfahrt 2021

Schaut hin

Die Pilgergruppe

1. BrudermeisterinAngelika Kanters
2. BrudermeisterHans-Jochen Heitzer
KreuztrÀgerinBarbara Kreten

Teilnehmer der Wallfahrt

Die Teilnehmer der Herbstwallfahrt 2021


NachnameVornameAnzahl Wallfahrten
AbrahamsManfred26
BisteHeinz-Josef8
BrĂŒggenPeter-Josef18
DreßenMaria19
DrobnySigrid14
FaymonvilleChristine18
FrickeAnke15
FrickeAnna1
FrohnHildegard18
FuhrimannPeter1
GĂŒntherBernd27
HackenHans-Gerd18
HeitzerHans-Jochen18
HeitzerRolf10
HermannsRalf9
HeuerManfred40
JĂŒrgensGĂŒnter2
KaltefleiterBeate19
KantersAngelika9
KretenBarbara13
KreuelsSusanne33
Le TanhLong18
MeiendreschBernadette1
MoersUrsula15
ObelsAlbert40
PierkesIris5
PostUschi9
ReisMonika7
SchilkenMarlies2
SchilkenWolfgang16
SchmitzThomas32
SchnockEwald20
SchoopWilli5
SchulzAdelheid9
SchĂŒrkensPetra21
StÀhnMarlene21
TappeKlaus12
van de KampManuela5
WoltersAngela28

Bericht der Brudermeisterin

Der 9. Oktober 2021 war ein Samstagmorgen. Bereits um 4.00 Uhr klingelte mein Wecker und ich war sofort hellwach, was ziemlich ungewöhlich ist. Ein schneller Blick in meine WetterApp zeigte mir: etwas Sonne - geringe Regenwahrscheinlichkeit. „Gut. So kann es losgehen“, dachte ich.


Ab 6.30 Uhr versammelten sich nach und nach 39 Pilgerinnen und Pilger sowie deren Familienangehörige und Freunde auf dem Vorplatz der Pfarrkirche in Neuwerk. Das Fahrerteam Manfred, Peter-Josef, Hacki, Klaus und Maria belud die Begleitfahrzeuge mit GepĂ€ck sowie mitgebrachten festen und flĂŒssigen Köstlichkeiten.

Dass die Wallfahrt nun tatsĂ€chlich stattfinden sollte, konnte ich kaum glauben. Waren doch seit dem Beginn der Pandemie im MĂ€rz 2020 alle drei geplanten Wallfahrten – zwei im FrĂŒhjahr und eine im Herbst – wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen KontaktbeschrĂ€nkungen ausgefallen. Bis kurz vor der Wallfahrt hatte ich regelmĂ€ssig Telefon- und E-Mail-Kontakt mit Corona-Hotlines in NRW und Rheinland-Pfalz sowie mit den örtlichen Gesundheits- und OrdnungsĂ€mtern auf unserem Pilgerweg, um mich ĂŒber die jeweils geltenden Corona-Verordnungen zu informieren.

Als wĂ€re das nicht genug, hatte die Flutkatastrophe im Sommer 2021 auch grosse Zerstörungen angerichtet: So hatten die Wassermassen das JugendgĂ€stehaus Dalbenden bei Kall beschĂ€digt, die Eisenbahnlinie ĂŒber den Bahnhof Blankenheim-Wald komplett zerstört und die BrĂŒcke vor Kordel teilweise abgerissen, so dass wir dort kurzfristig einen anderen Weg hatten finden mĂŒssen.

Und jetzt endlich war es soweit. Um 7.00 Uhr begann die Herbstwallfahrt 2021 mit der Auszugsmesse und dem Pilgersegen. Thomas Görgemanns bereicherte die Messe dankenswerterweise mit gefĂŒhlvollen musikalischen BeitrĂ€gen.

Getreu dem Leitwort „Schaut hin 
“ wollten wir Matthiaspilgerinnen und -pilger auf unserem Pilgerweg unsere Augen und Herzen öffnen fĂŒr Schönes und Schmerzhaftes, Lustiges und Trauriges, Frieden und Krieg, Gott und die Welt.

Nach der Verabschiedung unserer Lieben machten wir uns gemeinsam auf den Weg, geleitet durch Brudermeisterin Angelika Kanters, geschĂŒtzt durch den 2. Brudermeister Hans-Jochen Heitzer und gefĂŒhrt durch das Kreuz und unsere KreuztrĂ€gerin Barbara Kreten.

Das Motto der Matthiasbruderschaft „Ihr meine Freunde – unser Leben“ sollte uns auf unserem Weg inspirieren. Nach dem ersten „KrĂŒtz voraan“ ging es los durch das morgendliche Neuwerk. Am Matthiasstein hörten wir im Pilgerbrief vom Hans-Dieter HĂŒsch, dass Gott aus der Kirche ausgetreten sei und sich auf der Erde versteckt habe. Nun hatten wir neben dem Leitwort „Schaut hin 
“ und dem Ziel Sankt Mattheis in Trier jeder noch eine Aufgabe: nĂ€mlich die, auf dem Pilgerweg nach Gott zu suchen und ihn am besten auch zu finden.

Wo beginnt man auf einer Wallfahrt, nach Gott zu suchen? Am ehesten an dem Ort, auf den man schaut, um sich auf dem Weg zu orientieren – am Kreuz und bei Jesus. „Ich schaue hin – auf Jesus“ – war folglich das Thema des ersten Tages.

WĂ€hrend wir der heimatlichen Niers folgten, schauten wir, was wir fĂŒr unser Leben und unseren Alltag von Jesus lernen konnten: Respekt vor anderen, Freundschaft, Gemeinschaft, Warmherzigkeit, Wohlwollen, Toleranz, Sanftmut, Gerechtigkeit – Eigenschaften, die eindrucksvoll in der Bergpredigt niedergeschrieben sind. Jesus gefĂ€hrdete mit seiner Denk- und Handlungweise die damalige herrschende Ordnung.

Mit 33 Jahren wurde er in einem ungerechten Gerichtsverfahren zum Tod am Kreuz verurteilt.

Am Platz vor dem BĂŒrgerhaus in Sötenich (Eifel) gedachten wir zweier Menschen, die noch vor 100 Jahren wegen ihrer Herkunft und ihrer politischen Überzeugung zum Tod verurteilt wurden: Nicola Sacco und Bartolomeo Vancetti, die gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen protestiert hatten, wurden in einem unfairen Gerichtsprozess wegen Raubmords zum Tode verurteilt. Trotz unzĂ€hliger prominenter Proteste aus der ganzen Welt wurden beide auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
An der Urft waren die Folgen der Flutkatastrophe deutlich zu sehen. Eine bedrĂŒckte AtmosphĂ€re breitete sich aus und wir hielten kurz Andacht fĂŒr alle, die durch die Überschwemmung verstorben und jene, die alles verloren hatten.

Dank der fleissigen Arbeit der Mitarbeiter:innen im JugendgĂ€stehaus Dalbenden war fĂŒr die Pilger:innen alles gut hergerichtet. Nach einem leckeren Abendessen mit anschließender GemĂŒtlichkeit verschwanden alle nach und nach in ihren Zimmern.

Der zweite Tag, Sonntag, stand unter dem Motto: „Ich schaue hin – und ĂŒbernehme Verantwortung“. In der HerrgottsfrĂŒh machten wir uns im Dunkeln auf und folgten zunĂ€chst im Licht unserer Taschenlampen einem schmalen Pfad, bis sich der Tag zu lichten begann. Es war kalt, aber trocken und etwas sonnig – also ideales Pilgerwetter. Unterwegs zum Bahnhof Blankenheim Wald versperrten umgefallene BĂ€ume den Weg und es galt, einige Hindernisse zu ĂŒberklettern – mit Humor, Beweglichkeit und der UnterstĂŒtzung der Mitpilger wurden diese gemeistert.

Die Bahnstrecke durch die Eifel war durch die Überflutung zerstört – deshalb wurde die Pilgergruppe mit dem Bus nach JĂŒnkerath weitergefahren.

Das Lösen der derzeitigen grossen Krisen in der Welt fordert jeden von uns in seiner Verantwortung. Ein Thema, das mir immer besonders am Herzen lag und liegt, ist der Frieden. Als Tochter zweier „Kriegskinder“ und Nichte eines im Alter von gerade 19 Jahren im Krieg „gefallenen“ Onkels, den ich nie kennenlernte, empfinde ich Frieden in Deutschland als fragiles Geschenk – und den Frieden in der Welt als eine Herausforderung, die uns alles angeht. Deshalb stellte ich Jesu Wort „Selig, die Frieden stiften“ in den Mittelpunkt. Im Oktober 2021 wussten wir nicht, dass nur wenige Monate spĂ€ter Putin in die Ukraine einmarschieren und einen schrecklichen Krieg in Europa beginnen wĂŒrde. Zum Gedenken hier eine Liedstrophe, die am Wegkreuz hinter SchĂŒller vorgetragen wurde.

Hast du, toter Soldat, mal ein MĂ€dchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt,
können ZÀrtlichkeit und Vertrauen gedeihn.
Warst Soldat, um zu sterben, nicht, um jung zu sein.
Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, deine Jugend, dein Leben.
(Hannes Wader)

Im Krieg verlieren alle. Und niemand gewinnt. Ein stiller Rosenkranz auf dem Weg öffnete den inneren Raum zum NachspĂŒren und Nachsinnen.

Am Bob-Etzel-Stein trug Peter das Antikriegslied „Blowing in the wind“ von Bob Dylan vor, nachdem uns Albert zuvor erklĂ€rt hatte, dass dieser Stein zum Gedenken an des Försters treuen Hund Bob Etzel aufgestellt wurde.

In BĂŒdesheim angekommen, bezogen die Pilger:innen ihre UnterkĂŒnfte. Ein kleiner Zwischenfall verdeutlichte die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit in der Gruppe: FĂŒr zwei Pilgerinnen, Monika und Christine, die unverhofft nicht die fĂŒr sie gebuchten Betten vorfanden, fand Barbara schnell eine praktische gute Lösung: spontan ĂŒberliess sie Christine ihren Schlafplatz und ĂŒbernachtete mit Monika bei sich zu Hause in Wallersheim.

Der dritte Tag hatte zum Thema „Ich schau hin – auf durchkreuzte Lebenswege“. Passend zum Thema hatte der Wetterbericht 100% Regenwahrscheinlichkeit und KĂ€lte prognostiziert. Durch dichten kalten feuchten Nebel pilgerten wir im Dunklen zur Marienkapelle und danach zum Helenabrunner Kreuz, wo wir bibbernd unsere Pause machten. Der Morgen brachte zunehmend Licht vertrieb Nebel und KĂ€lte.

Inmitten der Eifel und ein StĂŒck weg von zu Hause, wollte ich die Pilgerfreunde und -freundinnen dazu einladen, sich auf jene schweren und dunklen Lebensthemen einzulassen, die im Alltag oft wenig Zeit und Raum bekommen: Tod, Trauer, Schmerz, Scheitern, Zweifel. Ein Textausschnitt mag dies verdeutlichen:
Kreuzverhör
Warum ist das so Gott erklÀr es mir
dass manche geliebt werden und manche nicht
dass die eine vergewaltigt wird und die andere nicht
dass der eine missbraucht wird und der andere nicht
ich verstehe es nicht – und Du?
(Carola Moosbach)

Am Wegkreuz hinter Weissenseifen trug Albert die „FĂŒnf Wunden“ vor. Danach gedachten wir der 19 Bruderschaftsmitglieder und ebenfalls unserer Verwandten, die seit Oktober 2019 verstorben waren. Die Begegnung mit dem Sterben und dem Tod berĂŒhrte alle Pilgerinnen und Pilger in ihren Herzen. Der geteilte Schmerz vertiefte die Verbundenheit zwischen uns allen.

Der intensive Kreuzweg wurde von Wolfgang gesprochen. Die Messe am Neuwerker Kreuz vertiefte den Gedanken, dass Schmerz und Liebe zusammengehören wie zwei Seiten einer MĂŒnze. Und dass wir die schönen Zeiten geniessen dĂŒrfen und die schwierigen Zeiten dazu dienen können, den eigenen Charakter zu formen. Da das Haus Waldfrieden in Mohrweiler geschlossen war, wanderten wir zum Rosenkranz „Jesus, der mir FlĂŒgel verleiht 
“ eine knappe Stunde weiter bis nach Kyllburg, wo ein leckeres Mittagessen auf uns wartete.

Auf dem Weg durch Kordel und an der Bahnlinie in Richtung Burg Ramstein zeigten sich uns die Folgen der Überflutung und der Macht des Elements Wassers: unbenutzbare BrĂŒcken, abgerissene BĂ€ume und zerstörte Bahngleise sĂ€umten unseren Weg.

„Der Psalm ist weg“ – so begann der vierte Tag vor dem Morgengrauen. Nach intensiver Suche tauchte Psalm 23 doch wieder auf und Manfred begrĂŒsste den Tag und die Pilgergruppe mit „Der Herr ist mein Hirte 
“. Trotz der frĂŒhen Stunde und der Dunkelheit lag eine freudige und lebendige Spannung ĂŒber unserer Pilgergruppe. Unser Ziel war nicht mehr weit.

Das Tagesthema lautete „Ich schau hin – auf Gott“.

WĂ€hrend eines schweigenden Rosenkranzes erlebten wir den Zauber des beginnenden Tages. Wieder breitete Maria ihren Mantel aus und wir konnten auch diese Etappe unseres Pilgerwegs nach Trier bei trockenem Wetter zurĂŒcklegen. Schnell erreichten wir das Eifelkreuz, wo wir eine erholsame Pause einlegten. Danach ging es himmelwĂ€rts – wie auf einer Jakobsleiter, die auf der Erde steht und bis zum Schusterkreuz reicht. Hier wurden die drei Neupilger Anja Fricke, Bernadette Meiendresch und Peter Fuhrimann – im Alter von 17 bis 71 Jahren – mit vielen Umarmungen in die Bruderschaft aufgenommen.

Nach dem Pilgersegen „Gott segne meinen Weg“ verliessen wir das Schusterkreuz in Richtung Trier und folgten der Mosel in Richtung Sankt Mattheis mit dem Rosenkranz „Heiliger Matthias zu dir kommen wir – deinen Segen erflehen wir“.

Im Hof von Sankt Mattheis empfingen uns Bruder Athanasius, Familienmitglieder und Freunde. Mit einem „Grosser Gott wir loben dich“ zogen wir in die Basilika ein.

Hervorheben möchte ich, dass nunmehr zum dritten Mal bei einer der Herbstpiken die Spitze abbrach und statt dessen eine FrĂŒhjahrspike zum Einsatz kam. Zum dritten Mal in Folge zogen die „Herbstpilger“ also mit einer Herbst- und einer FrĂŒhjahrspike in St. Mattheis ein. Nun kann man sich fragen: Was das tatsĂ€chlich nur MaterialermĂŒdung oder – möglicherweise – göttlicher Wille und ein dezenter Hinweis zum friedlichen Miteinander?

In der Basilika wurden wir von Bruder Thomas herzlichst begrĂŒsst. ZunĂ€chst rief er die Erstpilger nach vorne. Anschliessend folgten die Jubilare: FĂŒr jeweils 40 Wallfahrten wurden die Jubilare Manfred Heuer und Albert Obels mit standing ovations geehrt, hinzu kamen Ewald Schnock mit 20 Wallfahrten und Rolf Heitzer mit 10 Wallfahrten.

Unsere private Andacht durften wir ganz unverhofft mit unseren Freunden aus Neuwerk in der stimmungsvollen Krypta begehen. Hier feierten wir unser Ankommen und unsere Jubilare auf eine ganz persönliche Weise. Wir erlebten eine herzenswarme und innige Andacht.

Nachdem wir im „Estricher Hof“ angekommen waren, begann es wie aus KĂŒbeln zu regnen.

Gott sei Dank! Der Abend gehörte der traditionellen Weinprobe bei Wahlen und dem ausgelassenen Feiern. Nach ihrem ebenso lustigen wie temperamentvollen Vortrag in Neuwerker Platt wurde Uschi mit ĂŒberwĂ€ltigender Mehrheit zur OktoberfĂŒrstin 2021 gewĂ€hlt, unterstĂŒtzt durch ihre eleganten Ehrendamen Beate und Angela.

Der fĂŒnfte Tag stand unter dem Leitgedanken „Ich schau hin – auf das Schöne und Gute“. Nach der Messe in St. Mattheis machten wir uns mit dem traditionellen Lied „Nach der Heimat“ auf den RĂŒckweg. Bei Crames im Biewertal speisten wir eine leckere Suppe, nachdem Hacki „Et DöschJebett“ gesprochen hatte.

Auf dem RĂŒckweg zur Burg passierten wir mitten im Wald hinter der kleinen BrĂŒcke einen verwaisten festgefahrenen LKW – der nicht ortskundige verzweifelte Fahrer war, wie wir spĂ€ter erfuhren, dem Navi folgend immer tiefer in den Wald hineingefahren, bis der LKW im Morast steckenblieb. Pilger unterstĂŒtzten den Mann dabei, seinen Arbeitgeber zu kontaktieren und zu informieren.

Der gemeinsame Abend in der Burg begann mit dem StĂŒck „SteĂ€reklor“, gefolgt von gutem Essen und fröhlichem Feiern.

Der sechste und letzte Tag hatte das Motto „Glaube, Geist und Wunder“ – er verging mit besinnlichen, eindrĂŒcklichen und lustigen Texten wie im Fluge.

Hier eine Strophe aus dem von Ralf vorgetragenen Liedertext „Ich glaube“ von Udo JĂŒrgens an den ehemaligen BaumstĂ€mmen hinter Kordel.
Ich glaube, dass man die erst fragen mĂŒsste,
Mit deren Blut und Geld man Kriege fĂŒhrt.
Ich glaube, dass man nichts vom Krieg mehr wĂŒsste,
Wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spĂŒrt.

Hans-Jochen ĂŒbernahm die Pike der Brudermeisterin nach der Pause bei Schneider und fĂŒhrte die Pilgergruppe bis MeilbrĂŒck. Nach der dortigen Besinnung fuhren wir mit dem Bus zurĂŒck bis Schloss Rheydt.

Am Matthiasstein erlebten wir eine letzte Pause mit Leckereien, die unser stets fĂŒrsorgliches, gut gelauntes und hilfsbereites Fahrerteam appetitlich angerichtet hatte.

Hier feierten wir gemeinsam unsere Wallfahrt, unseren Pilger- und Gruppengeist und verabschiedeten uns herzlich voneinander.

Mein Dank gebĂŒhrt allen. Jeder der 39 hat die Gruppe mitgetragen und die Wallfahrt mitgestaltet.

Begonnen hatten wir diese Wallfahrt mit der Geschichte von der wunderbaren Brotvermehrung und der Speisung der 5000. Damals mangelte es den Menschen an Nahrungsmitteln und das Wunder war, dass alle Menschen satt wurden.

Auf unserer Wallfahrt erlebten wir Ähnliches: eine wunderbare Vermehrung von all dem Guten, was Menschen heutzutage brauchen, um in Verbundenheit mit anderen in ihrem Leben unterwegs zu sein: Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, WertschĂ€tzung, Toleranz 


Auch heute, im RĂŒckblick auf die schöne Wallfahrt, danke ich uns allen herzlich, dass wir unsere inneren Quellen haben fliessen lassen und uns gegenseitig reich beschenkt haben.

Ihr meine Freunde – unser Leben.

Zwei Menschen möchte ich an dieser Stelle noch einmal nennen:
Barbara, mit deiner LiebenswĂŒrdigkeit, deinem Humor und deiner Wegkenntnis warst du die fĂŒr mich bestmögliche KreuztrĂ€gerin.
Hans-Jochen – als mein jĂŒngster Brudermeister warst du mit deiner Ruhe, LoyalitĂ€t, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft fĂŒr mich immer eine „sichere Bank“.
Und noch etwas aus dem „NĂ€hkĂ€stchen“: Mehrmals tĂ€glich habe ich euch, „mein Team“, mit ganz spontanen Änderungen ĂŒberrascht, Texte ausgetauscht, umgestellt oder neu gebastelt. All dies habt ihr gelassen und wohlwollend mitgetragen. Auch dafĂŒr danke ich euch von Herzen.

Eine Sache ist noch offen: Hat tatsĂ€chlich jede Pilgerin und jeder Pilger Gott gefunden, der ja aus der Kirche ausgetreten ist? Hm 
- das sind ganz andere Geschichten und die werden an ganz anderen Stellen – vielleicht – erzĂ€hlt.
In der letzten Zeit
In der letzten Zeit
geschehen
fast tÀglich
Dinge
die ahnen lassen
es kann
vielleicht wirklich
die letzte Zeit sein
Vielleicht aber
kommt es auf uns an
ob sie
es ist
oder nicht.
(Erich Fried)

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