Frühjahrswallfahrt 2025 – St. Matthias Bruderschaft Neuwerk
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Frühjahrswallfahrt 2025

Pilger der Hoffnung – Tut, was ich euch auftrage!

Die Pilgergruppe

1. BrudermeisterinAnke Fricke
2. BrudermeisterinAngelika Schmidt-Günther
KreuzträgerThomas Schmitz

Teilnehmer der Wallfahrt

Die Teilnehmer der Frühjahrswallfahrt 2025

NachnameVornameAnzahl Wallfahrten
AbrahamsManfred33
BintrupAngelika21
BrüggenFelix2
FrickeAnke17
GörgemannsThomas29
GüntherBernd34
HambachReiner13
HeitzerAndrea21
JohennekenMarion14
KreuelsSusanne37
KüstersSabine4
MirbachSusanne1
MoersUschi19
PeschStefan12
Schmidt-GüntherAngelika14
SchmitzThomas40
SchürkensPetra27
SchürkensBernhard23
SchürkensLuis2
SchürkensMax4
SieversSimone3
StrunkRegina10
StrunkRainer30

Gedanken zum Jahreswort

„Pilger der Hoffnung, tut was ich euch auftrage“, so lautet die diesjährige Jahreslosung für die Wallfahrten nach Trier.

Der erste Teil „Pilger der Hoffnung“ entspricht dem Leitmotiv, das Papst Franziskus für das Heilige Jahr 2025 ausgerufen hat. Es ist eine Einladung „Seine Hoffnung Gott anzuvertrauen“.
Doch Armut, Krieg, Populismus, Rassismus, Ausgrenzung und Klimawandel trüben Hoffnungen, sorgen bei vielen für Perspektivlosigkeit und Angst. Wir sind als „Pilger der Hoffnung“ eingeladen, uns nicht entmutigen zu lassen. Uns für das „Trotzdem“ zu entscheiden. Hoffnung ist eine Wahl, die wir täglich treffen können.
Der zweite Teil der Jahreslosung, „Tut, was ich euch auftrage“, entstammt dem Evangelium des Matthiasfestes und geht noch einen Schritt weiter. Es ist die Aufforderung, ins Tun zu kommen. Gottes Hoffnung soll für andere sichtbar werden, sie muss sich im konkreten Leben zeigen.
So wie die Freunde Jesu nicht anders konnten als das zu tun, was für Jesus entscheidend ist – die Liebe tun. So sind auch wir aufgefordert, Liebe und Barmherzigkeit zu zeigen. Diese Liebe hat viele Gesichter: Gottesliebe, Nächstenliebe, Feindesliebe. Sie wird auch spürbar im Frieden stiften, in Gerechtigkeit üben, Benachteiligten beistehen.
Indem wir Liebe und Barmherzigkeit leben, können wir nicht nur unser eigenes Leben bereichern, sondern auch das Leben anderer positiv beeinflussen. Jede kleine Handlung der Liebe macht einen Unterschied, stärkt die Hoffnung und schwächt den Hass.
Mit der Jahreslosung „Pilger der Hoffnung, tut was ich auch auftrage“ richten die Mönche in Trier einen Appel an uns, sichtbare Zeichen der Liebe zu setzen.

Bericht der Brudermeisterin

„Pilger der Hoffnung, tut was ich euch auftrage“, so lautete die Jahreslosung für die Trierwallfahrt 2025. Sie war angelehnt an das von Papst Franziskus ausgerufen Leitwort für das Heilige Jahr 2025 „Pilger der Hoffnung“- Dieses wurde von den Mönchen aus Trier ergänzt um den Aufruf: „Tut, was ich euch auftrage.“


Und so haben wir uns am 24. Mai 2025 voller Hoffnung – und mit den üblichen Sorgen, ob alles klappt – aufgemacht zum Matthias nach Trier. In der Klosterkirche wurde wir von Bernhard mit dem eigenen Mottolied „Pilger der Hoffnung“ begrüßt und Hans-Jochen schickte uns mit einer herzlichen Auszugsandacht auf den Weg.

Auf zum Mattes – unsere Ziele“, war das Thema unseres ersten Pilgertags. Neben den persönlichen Anliegen, die jeder Pilger nach Trier trägt, war mein Wunsch für die Wallfahrt eine gemeinsame Auszeit. Eine Auszeit von schlechten Nachrichten, von Provokationen, dem Schüren von Hass und von eskalierender Gewalt. Im Gegenzug hoffte ich auf Unaufgeregtheit, ganz viel „Wir“, Gottvertrauen, Spaß und Naturerlebnisse – so viel vorab: Ich wurde nicht enttäuscht.
Bereits am Samstagnachmittag erlebten wir das erste intensive Naturerlebnis, wir wurden pitschnass. Umso dankbarer waren wir, dass wir in Güsten im überdachten Gemeindehof unsere Pause machen konnten, die so im Vorfeld gar nicht geplant war. Erich Gussen von der dortigen Gemeinde kam spontan vorbei und erzählte uns bei Kaffee und Kuchen von der Geschichte des Dorfes. Den frischen Kaffee hatte uns Ralf Reinartz wieder aus Neuwerk gebracht, wie es die Familie Reinartz seit vielen Jahren macht. Die beiden waren zwei der vielen hilfsbereiten Menschen, die uns auf unserem Pilgerweg begegnet sind. Ich finde es bemerkenswert, wie viel Freundlichkeit wir Pilgernde unterwegs immer wieder erfahren. In unseren Quartieren, in Gemeindehäusern und in Höfen und Scheunen von Privatleuten. Das ist einfach toll. Auf der letzten Etappe des Tages über die Sophienhöhe goss es dann so stark, dass wir die Auffahrt mit den Autos bis nach Mariaweiler ausdehnten, damit die Pilger möglichst schnell unter eine warme Dusche kamen.

Am nächsten Morgen wurden wir von Regina mit einer schönen Querflötenmelodie sanft in den Tag geholt. An diesem Sonntag widmeten wir uns dem Thema „Glauben“. Ohne Glauben wären wir nicht unterwegs zum Matthias gewesen und doch gehören Zweifel zum Glauben. Schon der Apostel Paulus bemerkte: „Der Glaube ist ein Ärgernis für die Vernunft.“ Aber wie das nun einmal so ist beim Pilgern: Mit jedem Schritt werden die Zweifel kleiner und der Glaube lebendiger.

Wir genossen es, zumindest am Vormittag ohne Regen durch die frühsommerliche Voreifel zu wandern und konnten sogar ein trockenes „Selfie mit Gott“ machen. Der Nachmittag führte uns auf neue Wege, weil wir erstmalig im Jugendgästehaus Nettersheim übernachtet haben. Hier lernten wir auch, unsere Brote fürs Frühstück selbst zu schmieren, aber auch das hat – mehr oder weniger – geklappt.

Der Montag begann entsprechend auf einem neuen Weg mit einem herrlichen Eifelpanorama. Ideal für das Tagesthema: „Das Leben lieben“. Wir erfuhren im Laufe des Tages, wie Liebe zwischen Fremden entstehen kann, wenn Vorurteile abgebaut werden. Wir hörten von Liebeskummer und sangen im Wald den Schlager „Ich liebe das Leben“. An der Matthiaskapelle gedachten wir unserer verstorbenen Pilger „op kölsche Art“ mit einem umgedichteten Liedtext von Kassalla: „Denn mer drinke uch met die Piljer die im Himmel sin Alle Jläser huh!

Der Dienstag war inhaltlich der „Gerechtigkeit“ gewidmet mit all ihren Facetten. Eine schöne Tradition ist es, dass wir mit der Aachener Pilgergemeinschaft gemeinsam den Kreuzweg beten, den Manfred in diesem Jahr für uns vorgebetet hat. Besonders gefreut habe ich mich, dass Wolfgang Bussler mit uns die Messe am Neuwerker Kreuz gefeiert hat. Das Neuwerker Kreuz ist für die Bruderschaft ein besonderer Ort und dort gemeinsam mit den Aachener Freunden und Besuchern aus Neuwerk zu beten und zu singen war wunderschön. Nicht zuletzt, weil Bernhard, Mucki, Luis und Regina mit ihrer Musik für magische Momente gesorgt haben.

Unser Zieletappe am Mittwoch von Burg Ramstein zum Matthias war vor allem wieder extrem nass. Trotzdem haben wir uns am Schusterkreuz die Zeit genommen, unsere wunderbare Neupilgerin Susanne Mirbach in unsere Gemeinschaft aufzunehmen und ihr zu gratulieren.

In St. Mattheis wurden wir von Bruder Thomas mit Glockengeläut und von vielen bekannten Gesichtern aus Neuwerk empfangen. Aufgewühlt, aber glücklich sind alle 23 Pilgernde am Grab des Heiligen Matthias angekommen. Hier konnten wir unsere Last ablegen. In der Andacht in der Krypta konnten wir innehalten an dem Ort, der für viele von uns ein Seelenort ist. Ein Ort zu dem wir immer wieder zurückkehren wollen. So war es für Thomas Schmitz die 40. Wallfahrt, für Rainer Strunk die 30. und für Regina Strunk die 10. Wallfahrt.

Am Donnerstag verabschiedete uns Bruder Thomas in der Marienkapelle. Passend zum Ort gedachten wir in der Andacht „Maria“. Aber wir stellten sie nicht auf den Sockel der lieblichen Jungfrau, sondern betrachteten sie als Macherin, als starke und selbstbestimmte Frau. Und schon ging es für uns zurück nach Neuwerk. Nach dem Eifelkreuz, wo wir den Vatertag feierten, sah man die Herren der Schöpfung mit plüschigen Schlafmasken durch den Wald laufen. Etwas seltsam, aber es stand ihnen sehr gut!

Was ist Heimat? Diese Frage stellte wir uns am Freitag. Heimat als Ort, wo wir geboren und aufgewachsen sind. Heimat als Gefühl, Heimat als Glorifizierung, Heimat als schweres Erbe durch die deutsche NS-Vergangenheit. Aber auch die Heimat bei Gott – und beim Heiligen Matthias. Matthias ist für mich Heimat. Er ist mein BHF, mein Best Hillige Forever, mein Lieblingsheiliger. Ohne ihn würde es keine Trier-Wallfahrten geben und unser Leben wäre so viel ärmer.

Am Helenabrunner Kreuz haben mich die Pilgerinnen und Pilgern mit netten Worten und vielen Umarmungen verabschiedet. Das wurde es mir noch einmal ganz warm ums Herz.

Am Samstag sind alle 23 Pilger der Hoffnung wieder in Neuwerk angekommen. Wir wurden feierlich begrüßt und Thomas Porwol empfing uns in der Klosterkirche. Dann hieß es Abschied nehmen und „sacken lassen.“

Meine persönlichen Hoffnungen für die Wallfahrt haben sich mehr als erfüllt. Wir waren als „echte Pilger der Hoffnung“ unterwegs, ein Gegenpol zu den leider wieder populär gewordenen Versuchen, Gemeinschaften auf vielen Arten zu spalten. Ich habe ein echtes Miteinander erlebt, mit viel Respekt, Rücksichtnahme und eine in diesen Zeiten erfreuliche Unaufgeregtheit. Wir haben gemeinsam gebetet, geschwiegen, uns berühren lassen – und auch viel gelacht. Kurzum: Es war eine Gruppe, die es mir als Brudermeisterin sehr leicht gemacht hat. Danke allen Pilgernden dafür.

Zudem gab es viel Hilfe und Unterstützung vor, während und nach der Tour. Ich danke dem Vorstand für das entgegengebrachte Vertrauen und die Organisation der Wallfahrt. Für die liturgische Begleitung danke ich Hans-Jochen, Wolfgang Bussler und Thomas Porwol. Danke auch an Beate und Angelika Kanters, die Wolfang Bussler zum Neuwerker Kreuz gefahren haben. Ich danke dem Fahrerteam, das uns so wunderbar versorgt hat. Das war wie immer toll. Bernhard, Mucki, Luis und Regina haben mit ihrer Musik dafür gesorgt, dass das Pilgern zum „Geföhl“ wurde. Danke! Danke auch an Petra für die Versorgung der „Fööt“, Angelika für die schönen Fotos, Manfred für den Kreuzweg, Marion für die perfekte Übergabe des Amtes. Danke den Blumenmädchen und Kuchenbäckerinnen.

Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Kreuzträger Thomas bedanken. Du hast mich nicht nur mit deinem Wallfahrtswissen und deinem handwerklichen Geschick immer unterstützt, du warst auch während der Tour mein Fels in der Brandung. Und auch du, liebe Angelika, warst mir eine wunderbare Hilfe. Tatkräftig, weil du mir Aufgaben abgenommen hast, aber auch mit vielen beruhigenden Worten. Ich wünsche dir vom ganzen Herzen eine erbauliche Tour, mit ebenso tollen Pilgern, aber weniger Regen.

Und zum Schluss noch ein Dank an meine Schwestern Susanne und Sabine. Als „die Kleen“ kann ich man ganzes Leben schon von euren Erfahrungen profitieren. Aber im letzten Jahr hatte ich quasi eine Telefonstandleitung von Köln zur Nelkenstraße. Danke!

Als Brudermeisterin durfte ich den Leitgedanken der Matthiasbruderschaft „Ihr meine Freunde“ noch einmal besonders spüren. Meine lieben Pilgergeschwister, danke euch dafür!

Wallfahrtsbilder

werden nach der Wallfahrt veröffentlicht.

Wallfahrtstexte

Texte zum 1. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025
Texte zum 2. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025
Texte zum 3. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025
Texte zum 4. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025
Texte zum 5. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025
Texte zum 6. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025
Texte zum 7. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025
Texte zum 8. Tag der Frühjahrswallfahrt 2025