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Fr├╝hjahrswallfahrt 2023

Was wir gesehen und geh├Ârt

Die Pilgergruppe

1. BrudermeisterinRegina Strunk
2. BrudermeisterinMarion Johennecken
Kreuztr├Ągerin
Petra Sch├╝rkens

Teilnehmer der Wallfahrt

Die Teilnehmer der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023

NachnameVornameAnzahl Wallfahrten
AbrahamsManfred29
Br├╝ggenStefan13
DreehsenLeonie2
FrickeAnke16
GadenYannick1
GiagnorioDaniele1
G├ÂrgemannsThomas29
G├╝ntherBernd31
G├╝ntherMaren3
HeitzerEva3
HeitzerGertrud6
JohenneckenMarion11
KaltefleiterBeate20
KreuelsSusanne35
MoersUschi17
Schmidt-G├╝ntherAngelika12
SchmitzThomas36
SchulzAdelheid12
Sch├╝rkensBernhard20
Sch├╝rkensPetra24
Sch├╝rkensMax2
Sch├╝rkensLuis1
StrunkRainer27
StrunkRegina7
StrunkJulika1
von der WeydtJosef9
WienandsOlaf3

Gedanken zum Jahreswort

'Was wir gesehen und geh├Ârt' so lautete das Leitwort f├╝r das Pilgerjahr 2023.

-Sehen und H├Âren-.
Da sind zun├Ąchst diese beiden Sinneswahrnehmungen. Wir Menschen in der heutigen Zeit haben tats├Ąchlich flinke Augen und wache Ohren. Wir ├╝berblicken in Sekundenschnelle eine Vielfalt von optischen und akustischen Signalen z.B. im Stra├čenverkehr.

Unsere Augen jagen ├╝ber Schalttafeln, Monitore, Tabellen, wechselnde Bildschirme auf Handys, Computer und Werbetafeln.
Unsere Augen sind unruhig und gehetzt geworden, sie sind ├╝berbeanspruchte Sehwerkzeuge, die keine Zeit mehr haben auf Menschen und Dinge zu ruhen.

Unsere Ohren sind bet├Ąubt von den Grundger├Ąuschen der Umgebung, von all dem L├Ąrm und Gepiepe und der gesch├Ąftlichen Dauerbeschallung.
Sie sehnen sich nach Ruhe oder ÔÇ×StilleÔÇť, nach dem Lauschen der wahren Lebensmelodie.

Das, was wir sehen und h├Âren pr├Ągt und beeinflusst uns.
Viele sehnen sich danach ÔÇ×Innehalten zu k├ÂnnenÔÇť, um mit dem ÔÇ×Herzen zu sehenÔÇť und mit der ÔÇ×Seele h├Âren zu k├ÂnnenÔÇť.

Das ist die eine Ebene des Leitwortes.

Die andere Ebene erkennen wir, wenn wir in den 1. Brief des Johannes schauen und dort das Leitwort um seinen Nebensatz erg├Ąnzen:

‚Was wir gesehen und geh├Ârt,
das verk├╝nden wir euch, damit ihr Gemeinschaft mit uns habt‘

Johannes und die Apostel, zu denen auch Matthias berufen wurde, und die J├╝nger waren gepr├Ągt und regelrecht angetrieben von ihren pers├Ânlichen Erlebnissen mit Jesus.
– Ihre Herzen waren voll davon.
– Sie waren Zeugen -Zeitzeugen- und Wegef├Ąhrten Jesu.
– Es war ihnen ein Bed├╝rfnis dar├╝ber zu berichten.

Sie wollten ihre Erfahrungen, Wahrheiten weitergeben, sie mitteilen, sie also mit anderen teilen und sie so in die Welt hinaustragen und vervielf├Ąltigen.

Die Botschaft des Menschensohnes vom Reich Gottes hier bei uns auf Erden, sie sollte weitergetragen und immer neu mit Leben gef├╝llt werden und ├╝berleben.

Heute, ├╝ber 2000 Jahre sp├Ąter sp├╝ren wir, das hat funktioniert!

Die Nachricht vom Leben und Sterben und Auferstehen wurde bis in unser Jahrtausend ÔÇ×gesendetÔÇť.
Auch wir glauben an die Zusage Jesu Christi, uns nahe zu sein. Wir sp├╝ren dies besonders, wenn es uns gelingt
ÔÇ×mit dem Herzen zu sehen und zu h├ÂrenÔÇť.

Auch wir glauben an die Zusage Jesu Christi, dass er im Leben der Menschen mitgeht, die an ihn glauben.

Auch wir stehen vor der Herausforderung, diese frohe Botschaft weiterzutragen in die n├Ąchste Generation. Sie so sp├╝rbar und erfahrbar zu machen und unseren Glauben immer wieder neu mit Leben zu f├╝llen.

Bericht der Brudermeisterin

Eines, was mir sehr am Herzen liegt, m├Âchte ich gleich zu Beginn erz├Ąhlen: 'Ich war nie allein unterwegs'.


Da waren viele Wegbegleiter, die die Vision von einer guten Wallfahrtswoche mit mir geteilt und mich bei meinen Vorbereitungen auf vielf├Ąltige Weise unterst├╝tzt haben. Von Anfang an war Rainer mein Mann mit mir unterwegs, hat mich ermutigt und stark gemacht, meine Zweifel angeh├Ârt, mir entscheidende Fragen gestellt oder mir auch mal den Spiegel vorgehalten. Er ist mit mir auf Entdeckungsreise gegangen in die Welt der Melodien und ber├╝hrenden Texte.

Danke. Das war eine sehr bereichernde Zeit, die mir durch die anvertraute Aufgabe Brudermeisterin f├╝r die Fr├╝hjahrswallfahrt 2023 sein zu d├╝rfen, geschenkt wurde.
In einem afrikanischen Spruch hei├čt es: ÔÇ×Wenn du schnell gehen m├Âchtest, dann gehe allein, doch wenn du weit gehen m├Âchtest, geh mit anderen, suche dir Weggef├Ąhrten.ÔÇť

Ich hatte Gl├╝ck, ich brauchte nicht zu suchen.

Mit Marion als 2. B├╝rgermeisterin und Petra als Kreuztr├Ągerin hatte ich bereits weit vor der Wallfahrt treue Wegbegleiterinnen.
Bei meinen Vorbereitungen zur Fr├╝hjahrswallfahrt hatte ich immer wieder ein Bild vor Augen: Die weich sich abzeichnenden H├Âhen der Eifellandschaft, r├Ątselhaft verborgen im Morgendunst eines anbrechenden Tages.

Dunkle T├Ąler, helle Waldlichtungen und kleine Seen, weite H├Âhen, enge D├Ârfer, unendliche W├Ąlder, sanfte H├╝gel, schroffe Felsen. Alles ist miteinander verwoben durch Wege und Stra├čen, Fluss- und Bachl├Ąufen. Eine klare und gleichzeitig r├Ątselhafte Landschaft.

Genauso, stelle ich mir vor, sind wir auf unserem Lebensweg unterwegs. Unterwegs durch unsere eigene Lebenslandschaft werden wir gepr├Ągt durch alles, was wir h├Âren und sehen.

Auf unserem Pilgerweg gehen wir symbolisch gesprochen durch unsere Lebenslandschaft.

So habe ich das Leitwort ÔÇ×Was wir geh├Ârt und gesehenÔÇť in dieses Bild eingebettet.
Geh und h├Âre
Schau, nimm wahr mit allen Sinnen
Gottes Sch├Âpfung bietet Wunderbares.
├ľffne das Ohr deines Herzens f├╝r die Menschen, die dir auf dem Weg begegnen,
f├╝r Ruhe und Stille, f├╝r Zeiten des Schweigens, Redens, Betens,
suche den Frieden, mit Dir, Gott und der Welt.
Wenn Du so gehst, mit offenen Sinnen, dann findest und erf├Ąhrst du den Segen Gottes, der mit dir ist und mit dir geht.

Diese ber├╝hrenden Worte schickte mir eine Mitpilgerin als weihnachtlichen Gru├č und Dankesch├Ân im R├╝ckblick auf die Pilgerwoche. Ich glaube, sie spiegeln die Wallfahrtswoche ganz wunderbar wider.

So haben wir uns am 13. Mai 2023 mit 27 Pilger und Pilgerinnen auf den Weg zum Apostelgrab des Hl. Matthias in Trier gemacht. Zur Freude aller waren mit Luis, Julika, Daniele und Yannick 4 Pilger zum ersten Mal dabei.

Wohlwollend wurden wir von unseren Familien und Freunden in den fr├╝hen Morgenstunden verabschiedet. Den sch├╝tzenden Segen von Hans-Jochen in der wundersch├Ânen Klosterkirche d├╝rfen wir mit auf den Weg nehmen. Die leichten Glockenkl├Ąnge der Ueddinger Kirche geleiten uns hinaus aus der Stadt.

Unseren Rucksack mit allen Tr├Ąumen, ├ängsten, Hoffnungen und Fragen haben wir geschultert. Er enth├Ąlt alles, was wir „gesehen und geh├Ârt“, alles, was uns pr├Ągt. Mitunter ist er schwerÔÇŽ

Im Laufe des Tages wird deutlich, dass loslassen schwer ist.

Mit Blick in das Weltgeschehen machen wir uns unterwegs bewusst, wie es den Menschen ergeht, die aus ihrer Heimat fliehen und am Ende der Flucht dennoch nicht willkommen sind.

Familie Br├╝ckmann in Titz nimmt uns am Nachmittag freundlich auf und Frau Br├╝ckmann freut sich ├╝ber unseren gemeinsamen Gesang „M├Âge die Stra├če „. Ein Lied, das ihr viel bedeutet und sie sich gew├╝nscht hatte.

Aufbruch ins Unbekannte, die bange Frage: Wer bleibt bei mir? Wo, bei wem darf ich vor Anker gehen und mich ausruhen?

An der Sophienh├Âhe d├╝rfen wir bei unseren Pilgerfreunde Familie Reinartz auch dieses Jahr wieder vor Anker gehen zu einer wunderbaren Pause. F├╝r die anschlie├čende reibungslose Zwischenfahrt verst├Ąrkte Peter Pannhausen unser Fahrerteam. Ein herzliches Dankesch├Ân nochmals an die Drei.

Am Sonntag, dem 2. Tag, hei├čt das Thema „Weit, weit, weg“. In der Fr├╝h ziehen wir weiter Richtung Eifel, so wie in dem Psalm, der da sagt: „Du f├╝hrst mich hinaus ins WeiteÔÇť.

Wir stellten Herz und Geist Schritt f├╝r Schritt auf „Weite“ und „Offenheit“, um die gro├čen Konturen unserer Lebenslandschaft ihre tragenden Werte und Wahrheiten zu ersp├╝ren.

„Weit, weit weg“
Das bedeutet weitergehen, nicht stehen bleiben nicht aufgeben;
es bedeutet auch, weit gehen und mutig sein, mir etwas zutrauen und mir etwas zumuten; und es bedeutet letztendlich auch „weggehen “ sich entfernen, abl├Âsen, ver├Ąndern.

W├Ąhrend wir uns von Mariaweiler entfernen, sind wir doch immer wieder neu auf dem Weg zu uns selbst. Mitunter sind wir von uns selbst ├╝berrascht, so wie „Paul, der sich Jahre sp├Ąter mit einem Brief an sich selbst an seine Visionen erinnert“ und sich die Frage stellt, ob er sich selbst treu geblieben ist und welche Visionen ihn jetzt antreiben.

Wir wandern weiter entlang leuchtend gelb bl├╝hender Rapsfelder, scheinbar endlosÔÇŽund horchen in uns hinein: „Was war mein gef├╝hlt weitester Weg, meine l├Ąngste Wanderung? Mein dunkelstes Tal?“

Viele helfende Pilger-H├Ąnde erm├Âglichen eine erholsame Mittagspause im sch├Ânen B├╝rgerhaus von Hergarten mit einem Catering, das sehr gelobt wird.
Am Nachmittag kommen wir ersch├Âpft in Voi├čel an und finden Ruhe in der Stille der Antonius-Kapelle. Musik erklingt und ├Âffnet unsere Herzen, unsere Gedanken d├╝rfen flie├čen. Es ist gut zu sp├╝ren, wir sind nicht allein unterwegs, wenn es schwer wird und sich der

Sinn von allem nicht zeigt. Da ist Gottes Zusage, er ist da, er ist mir nahe in den Menschen, die mit mir unterwegs sind. Am Abend wird in Urft das Jugendwaldheim f├╝r uns zur Oase der Erholung. Wir werden verw├Âhnt von der guten K├╝che und den freundlichen K├Âchinnen.

Montagmorgen, 3. Pilgertag: Ob nun ausgeschlafen oder nicht, der dritte Pilgertag bricht an, und ein jeder f├╝hlt inzwischen seine speziellen eigenen GrenzenÔÇŽ.doch die Stimmung ist gut, die Sonne meint es gut mit uns, der erwachende Morgen unterwegs entlang des Gillesbaches ist wie ein Geschenk.

Das st├Ąrkt und gibt Zuversicht trotz aller Endlichkeit, denn „aus dem Staub sind wir gekommen und zu Staub werden wir zur├╝ckkehren“. So begleitet uns heute das Tagesthema „Sternenstaub oder sp├╝re die Zeit“.

Wir erleben heute Eifel pur, schauen ├╝ber ihre H├Âhen, und ahnen, hinter dem Horizont des Lebens geht es weiter.

Gedanken des Werdens und Vergehens, die nicht einfach sind. Es gibt sie „Die Zeit zu leben“ und eine „Zeit des schleichenden Vergessens“, wie sie manch einer erf├Ąhrt, wenn ein lieb gewonnener Mensch an Demenz erkrankt. Unser Weg f├╝hrt uns durch das sanfte zarte Gr├╝n der H├╝gel. Das Maigr├╝n scheint uns wie ein tr├Âstender Mantel einzuh├╝llen.

Mittagseinkehr im Don-Bosco-Haus und wieder einmal ist es die einfache Mahlzeit, die gut tut und von allen gesch├Ątzt wird. Wunderbar ist das Gef├╝hl, die F├╝├če hochzulegen und zu wissen, wir sind schon ganz sch├Ân weitÔÇŽ!

Und dann: Wieder aufbrechen und feststellen: Weit gehen ist zwar anstrengend, aber auch richtig sch├Ân. Es ist keine Quelle zu sehen, aber irgendwie f├╝hlt es sich so an, als sei da eine Quelle. Vielleicht weil Jesus meine Reise kennt?

Am Bob Etzel Stein sp├╝ren wir, wie ein Strau├č wei├čer Rosen zur rechten Zeit gebracht, heilsam und tr├Âstend sein kann.

Am Nachmittag kehren wir zur Kaffeepause (mit Kaffee!) und zu einer Andacht im Vulkan-Hotel ein, wo wir herzlich empfangen werden. Wir halten inne und Gedenken der „Zeit des schmerzlichen Abschieds“ und „der Zeit des dankbaren Erinnerns“ an unsere lieben Verstorbenen. Klangvolle Melodien von Luis, Bernhard und Mucki lassen uns f├╝hlen: „Du bist gegangen, aber deine Sonne, deine Sonne bleibt „.

Montag und 3. Pilgertag, das bedeutet auch erleichtertes und freudiges Ankommen und ultimative St├Ąrkung an der Kapelle vor B├╝desheim. Denn: Wer bis hier kommt, kommt auch nach B├╝desheim und wer nach B├╝desheim kommt, der kommt auch nach Trier!

Und ein Zitat von Snoopy muntert uns auf: ÔÇ×Ja, sicher eines Tages werden wir alle sterbenÔÇŽaber an allen anderen Tagen leben wir!ÔÇť

In B├╝desheim kehren wir erstmals in Manuelas Scheune ein. Die Stimmung zeigt: „Es kann doch einen Pilger nichts ersch├╝ttern „.

Dienstagmorgen, 4.Pilgertag: Der Blick von der B├╝desheimer Kapelle, ├╝ber die im morgendlichen k├╝hlen Dunst geh├╝llte noch schlafende Eifel, macht ein wenig dem├╝tig.

Hier stehen wir nun „Zwischen Himmel und Erde“, das auch unser heutiges Tagesthema ist.

Zwischen Himmel und Erde sandte Gott als Zeichen des Friedensbundes einen Regenbogen. Er ist wie eine Br├╝cke Gottes zu den Menschen.

Wir ermuntern uns gegenseitig mit einem Segenswunsch, w├╝nschen einander Gutes und so beginnt mit 27 verschiedenen Segensw├╝nschen, ein segensreicher Tag.

Es entsteht symbolisch auch der erste Br├╝ckenpfeiler von 7 Br├╝ckenpfeilern, die die Br├╝cke unseres menschlichen Miteinanders tragen.

Die Br├╝cke, die uns miteinander verbindet, braucht als zweiten Pfeiler unsere Pr├Ąsenz, unser da sein und unsere ehrliche Zuwendung im hier und jetzt.

Sie braucht als dritten Br├╝ckenpfeiler unseren wohlwollenden Blick f├╝r den ganzen Menschen, „den Blick f├╝r das Heile und Gute im Mitmenschen“.

Im K├╝nstlerdorf ist die Freude gro├č: Pastor Wolfgang Bu├čler, Hacki und Pitjo anzutreffen, die schon fr├╝hzeitig aus M├Ânchengladbach angereist waren.

Bei der Messe mit der Aachener Pilgergemeinschaft am Neuwerker Kreuz unter maigr├╝nen B├Ąumen teilt Pastor Wolfgang Bu├čler seine Gedanken zur Bedeutung des „Vergebens und Verzeihens“ als vierten Br├╝ckenpfeiler f├╝reinander.

Nach fr├Âhlicher Verabschiedung von den Aachenern wurde aufgrund der vorger├╝ckten Zeit ein neuer und k├╝rzerer Weg zum Kloster St. Thomas eingeschlagen. Vielen Dank an Petra als Kreuztr├Ągerin und das Fahrerteam, die den neuen Weg sicher gefunden und begleitet haben. So erreichten wir die einladende und sch├Âne Klosteranlage p├╝nktlich zur vereinbarten Mittagspause. St. Thomas offenbarte sich als eine tolle Anlaufstation. Dies wurde dankbar und lobend wahrgenommen. So wurden auch die beiden Br├╝ckenpfeiler „Loben und Danken“ erlebt.

Alles neu macht nicht nur der Mai: So sei an dieser Stelle auch ein herzliches Dankesch├Ân und ein gro├čes Lob an Thomas Schmitz und sein Handwerkerteam ausgesprochen. Denn sie erneuerten die Bank am Bildstock in Meilbr├╝ck.

Der 7. Br├╝ckenpfeiler tr├Ągt den Namen „Robin Hood“. Er steht stellvertretend f├╝r eine gelebte Vertrauenskultur als Schutz f├╝r die Menschen, die keine Lobby haben.

Mit dem vertrauten Rosenkranzgebet f├╝r die Kranken und Pflegebed├╝rftigen unserer Familien n├Ąhern wir uns am Abend Burg Ramstein.

Dort eingetroffen breiten sich Ruhe und erste Vorfreude auf den kommenden Tag der Ankunft in St. Mattheis aus.

Mittwoch, 5. Pilgertag: Das Tagesthema heute lautet „Komm so wie du bist „. Der helle Fr├╝hlingswald und der morgendliche Gesang der V├Âgel mischen sich unter die sp├╝rbare Vorfreude der Ankunft in Trier und sie tragen uns ├╝ber das Eifelkreuz zum Schusterkreuz.

Das Schusterkreuz ist ein Ort voller Erinnerungen, voller Freude und Dankbarkeit und mit ganz viel Gef├╝hl. Dort d├╝rfen wir voll Freude Luis, Yannick, Dani und Julika als Erstpilger in die Gemeinschaft der Trierpilger aufnehmen. Innehalten, Freude, Umarmungen, Freudentr├Ąnen, Gl├╝cksgef├╝hle. Es ist einer der ber├╝hrendsten Momente meiner Wallfahrt und f├╝hlt sich an wie ein Geschenk.

Wir pilgern weiter und ein erster Blick auf Trier l├Ąsst die Spannung wachsen, wir stimmen uns ein mit dem Rosenkranz entlang der Mosel, h├Âren erste Glockenkl├Ąnge und dann endlich sehen wir St. Mattheis. Bruder Thomas begr├╝├čt uns freudig. Liebe Menschen, Freunde und Familien erwarten uns im Innenhof, wir d├╝rfen kommen, so wie wir sind und treten ein in die Kirche St. Mattheis. Gedanken, Gef├╝hle, Freude, R├╝hrung und Dankbarkeit erf├╝llen den Raum.

Sp├Ąter dann, Eintreffen in der Krypta. Wir kommen aus unserer Lebenslandschaft und d├╝rfen eintreten, wir werden ganz still. Eine Melodie erklingt und f├╝llt die Herzen, ein Lied l├Ąsst uns sp├╝ren ÔÇ×Komm so wie du bistÔÇť du bist willkommen. Ersch├Âpft, ber├╝hrt und dankbar halten wir inne, lauschen der Musik und der Geschichte von Gro├čvaters goldener Laterne. Es ist ein magischer Moment, als am Ende der Andacht alle zun├Ąchst sitzen bleiben und Ruhe den Raum erf├╝llt.

Donnerstag, 6. Pilgertag
Nach dem Hochamt treffen wir uns zur Auszugsandacht in der Marienkapelle. Das Tagesthema lautet ÔÇťAlles hat seine ZeitÔÇť. Luis bezaubert uns mit seiner Musik.

In gemeinsamer Meditation durchf├╝hlen wir sanft die Schritte unserer Lebensabschnitte mit ihren H├Âhen und Tiefen und Herausforderungen. Momente des Innehaltens und der Besinnung. Und so, wie wir uns Schritt f├╝r Schritt Trier gen├Ąhert haben, mit allem, was wir ÔÇ×gesehen und geh├ÂrtÔÇť, mit allem, was uns bewegt und ausmacht, so hei├čt es nun Abschied nehmen von Matthias und Trier. Das Neuwerker Heimatlied erklingt und wir brechen wieder auf: ÔÇ×Matthias von dir scheiden wirÔÇť.

Wir sind fr├Âhlich unterwegs durchs Falsche Biewertal und erfreuen uns in der Pause am Kuchen von den (inoffiziellen) Jubilaren Susanne (35 Pilgertouren) und Bernhard und Beate (jeweils 20 Pilgertouren). Weiter geht es ├╝ber das Eifelkreuz, wo ein kleines St├╝ckchen Stoff, als Geschenk anl├Ąsslich des Vatertages zu am├╝santen, praktischen und kreativen Kopfbedeckungen umfunktioniert wird. ├ťber die Genoveva-H├Âhle w├Ąhlen die meisten Pilger den Weg zur├╝ck zur Burg Ramstein.

Am Abend breitet sich eine internationale und ausgelassene Fr├Âhlichkeit aus. Besonders die j├╝ngeren Pilger lassen es sich nicht nehmen und haben sich, verst├Ąrkt durch unserem ├Ąltesten Pilger Josef, allerlei ├╝berlegt. Ein fr├Âhlicher Abend auf Burg Ramstein f├╝llt nun unsere Erinnerungen.

Der 7. Pilgertag zeigt mir pers├Ânlich die rote Karte, ich muss meine dicken und hei├čen Fu├č schonenÔÇŽ doch das Tagesthema ÔÇ×HorizonteÔÇť sagt auch: Hinterm Horizont geht es weiter. Wir erleben, wenn wir nicht mehr weiterwissen und uns hilflos f├╝hlen, kommt einer, der zuh├Ârt, der mitgeht und uns beisteht.

Wir erfahren von dem Baggerfahrer an der Steinbachtalsperre und im Klostergarten von St. Thomas von Waltrauds Eichen, wie bedeutsam es ist, f├╝reinander da zu sein und einander beizustehen.

Das Wetter ist gut und wir halten unsere Andacht im Wald am Neuwerker Kreuz, wo uns Dani mit seiner Musik und seinem Gesang ├╝berrascht und ber├╝hrt. Ja, auch wenn der Wald sehr dicht ist, will ich mir immer die Sicht auf den Himmel bewahren, etwas, worauf ich mich freuen kann. Und so endet die Andacht anstatt mit einem Segen mit 27 erfreulichen Pilgerbotschaften. Ein jeder verr├Ąt, was ihn im Kleinen oder im Gro├čen besonders erfreut.

Das letzte Wegst├╝ck f├╝hrt uns zum Waldrand nahe B├╝desheim und zur Brudermeisterverabschiedung: R├╝ckblick, Einblick und Dank.

Einen Dank, den ich hier jetzt gerne wiederholen m├Âchte:
Danke an den Vorstand, dass ihr mir euer Vertrauen geschenkt habt. Danke f├╝r eure Arbeit Quartiere zu besorgen, Gastst├Ątten zu buchen, Danke an das Fahrerteam (Bernhard, Thomas, Mucki, Olaf, Bernd, Manfred) auch f├╝r Neuerungen wie dem Catering und spontanen Weg├Ąnderungen immer L├Âsungen parat zu haben, Danke Beate f├╝r die Organisation des Caterings, danke Susanne und deinem Flower-Power-Team f├╝r den Blumenschmuck, Danke an die Musiker f├╝r so manche ├ťberraschung (Bernhard, Mucki, Luis und Dani), denn eine Fl├Âte allein klingt echt einsam. Danke an alle, die sich bereits weit im Vorfeld um das Auskundschaften neuer Wege gek├╝mmert haben (Rainer, Petra, Bernhard, Thomas, Bernd und Manfred). Danke an Stefan f├╝r dein unerm├╝dliches fotografieren.

Danke auch an ÔÇ×die JugendÔÇť, die erstmalig digitale Botschaften von uns an die Daheimgebliebenen gesendet haben. Danke an Thomas Schmitz, der die Pieken erneuert hatte. So durften Marion und ich sie bei dieser Wallfahrt erstmalig tragen.

Danke dir, Petra, als Kreuztr├Ągerin und dir, Marion, als 2. Brudermeisterin. Eure Zusage war grandios. Danke f├╝r so viele Gespr├Ąche, f├╝r euer Vertrauen und eure Gedanken und eure tatkr├Ąftige Unterst├╝tzung, ich durfte mich jederzeit an euch wenden, so sind wir zu einem echten Team zusammengewachsen und haben die Pilgergruppe gemeinsam gef├╝hrt.

Euch beiden w├╝nsche ich viel Freude und Gottes Segen f├╝r euer Brudermeisteramt im Fr├╝hjahr und im Herbst.

Nach Verabschiedung folgte das letzte Wegst├╝ck nach B├╝desheim und ein Abschiedsblick bei der kleinen Kapelle ├╝ber B├╝desheim und die Weite der Eifellandschaft.

Samstag, 8.Wallfahrtstag, ÔÇ×AdieuÔÇť hei├čt heute das Tagesthema.
Der Bus bringt uns nach Schloss Rheydt. Pieken und Kreuz werden geschm├╝ckt. Ein letzter Rosenkranz und wir sagen einander ÔÇ×AdieuÔÇť am dicken Stein. Zum letzten Mal sind wir in dieser Pilgergruppe beieinander, mit einf├╝hlsamen Abschiedsworten, r├╝hrenden Umarmungen und gegenseitigen guten W├╝nschen machen wir uns auf den Weg zu unseren Lieben nach Neuwerk. Dort werden wir herzlich begr├╝├čt von den Kommunionkindern, Freunden, Partnern, und unseren Familien. Hans-Jochen empf├Ąngt uns zu unserer Abschlussandacht in der Klosterkirche und sendet uns mit seinem Segen wieder auf unsere Wege.

Dann ist endg├╝ltig Schluss. Die letzten Koffer und Reste werden abgeholt. Erleichterung stellt sich allm├Ąhlich ein, denn es ist alles gut gegangen, kein Ungl├╝ck hat uns ereilt, alle sind wieder heil zuhause angekommen.

Ein jeder geht wieder seinen Weg, es bleibt ein gro├čes herzerf├╝llendes Gl├╝ck, dass ich eure Brudermeisterin sein durfte. Ihr wart eine umwerfende und harmonische, ein besondere Pilgergruppe, ich durfte Vertrauen erfahren und kostbare Momente erleben. Eure Lebendigkeit ist lebensbejahend, ihr habt mich getragen.

Danke
seid beh├╝tet und gesegnet
auf der Wanderung durch die Berge T├Ąler eures Lebens
Es gr├╝├čt Euch herzlich
Regina

Wallfahrtsbilder

werden nach der Wallfahrt ver├Âffentlicht.

Wallfahrtstexte

Texte zum 1. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023
Texte zum 2. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023
Texte zum 3. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023
Texte zum 4. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023
Texte zum 5. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023
Texte zum 6. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023
Texte zum 7. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023
Texte zum 8. Tag der Fr├╝hjahrswallfahrt 2023