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Fr├╝hjahrswallfahrt 1992

Komm, ich will bei Dir zu Gast sein

Die Pilgergruppe

1. BrudermeisterPeter B├╝dts
2. BrudermeisterHeinz Senger
Kreuztr├Ąger
Hans-Willi Lauterbach

Teilnehmer der Wallfahrt

Die Teilnehmer der Fr├╝hjahrswallfahrt 1992

NachnameVornameAnzahl Wallfahrten
AdamHans6
AdamHelene6
BernhardtG├╝nter3
BernhardtJohanna3
BertenMonika1
BringsHerbert3
BrockerHubert8
Br├╝ggenGeorg1
Br├╝ggenMarlies2
Br├╝ggenNorbert7
B├╝dtsHedi3
B├╝dtsPeter7
B├╝dtsVolker1
BurgErna2
Deu├čenAnni3
Eschenbr├╝cherFriedhelm3
Eschenbr├╝cherRita10
FondermannIris1
FrohnGerd9
G├╝ntherBernd1
HackenHans-Gerd1
Heepe Christoph1
HeitzerRolf1
HeuerManfred16
HuppertzHans Georg1
JansenMarga7
JungGeorg1
KaltefleiterBeate3
KaltefleiterThomas1
KlumpenClaudia4
KlumpenK├Ąthe9
KohnLuzi2
KreuelsAnke3
KreuelsSusanne6
K├╝stersHans4
LauterbachHans-Willi4
LouppenGert3
L├╝pertzHans5
L├╝pertzMia1
L├╝pertzWilli6
MackesBiggi5
MetzerJosef6
M├╝llerThomas2
ObelsAlbert14
OffermannsAndrea4
OffermannsLore8
PetersHans21
PetersHeinz4
PrinzenHans-Willi7
R├ÂringHelmut1
R├ÂringMichael2
RosenowMia6
RosenowSiegfried7
SchmitzHermann-Josef17
SchmitzStephan7
Schm├ÂldersAlfred2
SchnockEwald3
SchramlBrigitte6
Sch├╝rkensBernhard6
SengerHeinz8
St├ĄhnKarl-Heinz3
StrunkToni2
ThielenHeinz14
VitzLothar2
VoitzPetra6
WennmacherManfred23
WienandsAnneliese3
ZohrenHelmut1

Bericht des Brudermeisters

Am 23. Mai 1992 brachen insgesamt 68 Pilger zur Fu├čwallfahrt zum Grab des Apostels Matthias nach Trier auf. Hiervon waren 24 Frauen und 44 M├Ąnner im Alter zwischen 19 und 64 Jahren. Unter ihnen befanden sich 14 Pilger, die sich zum ersten Mal in ihrem Leben auf den Weg machten, w├Ąhrend Manfred Wennmacher bereits zum 23. Mal und Hans Peters zum 21. Mal mitging. Unter den Pilgern befanden sich 11 alte Brudermeister, sowie 7 Ehepaare.

Allen voran schritt Hans-Willi Lauterbach, der als Kreuztr├Ąger wieder das frisch restaurierte alte Bruderschaftskreuz trug, das 1971 zum letzten Mal mit nach Trier genommen wurde.

Am hinteren Ende des Pilgerzuges sorgte Heinz Senger als zweiter Brudermeister f├╝r die notwendige Sicherheit und Ordnung, w├Ąhrend Michael R├Âring f├╝r den geistlichen Beistand auf dieser Wallfahrt sorgte.

Auf ganz andere, aber nicht weniger wichtige Weise umsorgten uns Manfred Wennmacher, Hermann-Josef Schmitz, Heinz Thielen und Toni Strunk als Fahrer auf unseren 3 Begleitfahrzeugen, von denen letzterer – also Toni Strunk – zur Zeit in einem sehr kritischen Zustand im Krankenhaus liegt. Ihm gelten in diesem Moment von Herzen alle unsere besten W├╝nsche f├╝r eine gute Besserung und Genesung.

Nun, wie ist denn die Wallfahrt rein ├Ąu├čerlich abgelaufen?

Ich denke, insgesamt stand sie unter einem ‚guten Stern‘, denn im Gro├čen und Ganzen klappte alles prima und lief wie am Schn├╝rchen. Die Sonne meinte es gut mit uns, wenn auch nicht immer. So wird uns allen der halbst├╝ndige Wolkenbruch gut in Erinnerung bleiben, der uns am Bildstock in Meilbr├╝ck ├╝berraschte, und viele von uns bis auf die Haut durchn├Ąsste, kurz nachdem wir dort angekommen waren.

F├╝r das leibliche Wohl tags├╝ber, sowie f├╝r die Unterk├╝nfte am Abend hatten Fahrer und Unterst├╝tzungsausschuss bestens gesorgt und vorgearbeitet, und auch der Spa├č unterwegs und abends kam nicht zu kurz. Zweifellos stellt hier der Besuch des Gl├Âckners von Notre Dame auf dem Fest der Maik├Ânigin einen besonderen H├Âhepunkt dar.

Doch eine Fu├čwallfahrt nach Trier hat nicht nur eine rein organisatorische und soziale Komponente, sondern hat auch einen inhaltlichen, geistigen Aspekt, f├╝r dessen Gestaltung der Erste Brudermeister verantwortlich ist.

Und so, wie ich in der Wallfahrt – in diesem st├Ąndigen k├Ârperlichen Unterwegssein auf ein gemeinsames Ziel hin – nichts anderes sehe als ein ├Ąu├čeres Abbild, eine Analogie, unseres inneren, geistigen Unterwegssein, das uns alle zum Ziel unseres Lebens f├╝hren wird, so habe ich meine Aufgabe als Erster Brudermeister darin gesehen, bei der geistigen Gestaltung der Wallfahrt etwas geistiges in Bewegung zu bringen, ├Ąhnlich wie ich in der k├Ârperlichen Welt, in der Welt, die wir sehen, ebenfalls die Aufgabe hatte, etwas in Bewegung zu bringen, n├Ąmlich die gesamte Pilgergruppe. W├Ąhrend diese Aufgabe allerdings relativ einfach ist – hierzu ben├Âtigt man eigentlich nicht viel mehr als eine gute Stimme, um das ‚Kr├╝z voraan‘ entsprechend laut zu rufen – ist die gleiche Aufgabe in geistiger Sicht ungleich schwieriger und aufwendiger.

Mein Ziel bei der inhaltlichen Gestaltung war es also, etwas geistiges in Bewegung zu bringen, Denkanst├Â├če zu geben, Denkanst├Â├če – keine schl├╝sselfertigen Wahrheiten oder Missionspredigten, Denkanst├Â├če – als Angebot sich damit ganz bewusst auseinanderzusetzen. Anst├Â├če wollte ich geben – ich wollte ansto├čen, ich wollte ganz bewusst Ansto├č erregen. In wieweit mir das gelungen ist, vermag ich nicht zu beurteilen; das kann eigentlich nur jeder f├╝r sich selber tun. Mir ist klar, dass ich dem einen oder anderen viel damit zugemutet habe, nach langem Tagesmarsch auch noch die Kraft aufzubringen, bis zuletzt zuzuh├Âren. Gefreut haben mich allerdings die vielen kritischen wie zustimmenden Gespr├Ąche, die sich entwickelten, und aus deren Zustandekommen man schlie├čen k├Ânnte, dass meine Absicht, etwas anzusto├čen, offensichtlich nicht ganz daneben gegangen sein kann.

R├╝ckblickend m├Âchte ich sagen, dass f├╝r mich ganz pers├Ânlich drei Momente bei der Wallfahrt besonders tiefe Gef├╝hle in mir hervorgerufen haben, und die sich deshalb tief in meine Erinnerungen eingegraben haben.

Das war zuerst der Moment, als wir vor der Eickser M├╝hle das Marienlied ‚Segne, Du Maria‘ zu Ehren des Barons angestimmt haben, der in seiner edlen und bescheidenen Art zu seinen Lebzeiten sein Haus f├╝r alle Pilger weit ge├Âffnet hielt und auch uns viele Jahre lang empfangen und bewirtet hat.

Der zweite Moment war am fr├╝hen Morgen des 4. Tages, als wir den Kreuzweg betend, still und and├Ąchtig durch eine erhabene Natur gingen und die Sonnenstrahlen durch die Zweige der B├Ąume in den Morgendunst strahlten.

Der dritte und zugleich bewegendste Moment f├╝r mich aber war unsere Andacht und Besinnung, die wir gemeinsam in der Krypta von St. Mattheis hatten, kurz nachdem wir angekommen waren. Dort, in diesem Raum, in dem seit Jahrhunderten in aller Andacht gebetet wird, umfing und ber├╝hrte uns alle eine besondere Schwingung, der wir uns hingaben und die solche Orte zu heiligen Orten macht. In dieser Gebetsschwingung ├Âffneten wir unsere Herzen und machten uns bewusst, wer wir sind, um im Bewusstsein unserer wahren Gr├Â├če und Verantwortung vor unseren Sch├Âpfer zu treten und all unsere Dankbarkeit f├╝r das Erleben der Wallfahrt in ein ‚Vater Unser‘ und in ein ‚Gro├čer Gott, wir loben Dich‘ zu legen.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch ├╝brig, meinen Dank auszusprechen an alle diejenigen, die diese Wallfahrt mit vorbereitet haben und mit dazu beigetragen haben, dass sie zum Erfolg wurde. Bedanken m├Âchte ich mich zuerst bei allen Mitpilgern, die mir meine Aufgabe sehr leicht gemacht haben, bei meinem Brudermeister Heinz und meinem Kreuztr├Ąger Hans-Willi, die mich tatkr├Ąftig unterst├╝tzten, bei unseren Fahrern und dem Unterst├╝tzungsausschuss, ohne deren Arbeit, ob sichtbar oder verborgen, eine Wallfahrt in dieser Form nicht ablaufen k├Ânnte, bei Michael R├Âring f├╝r die gelesenen Messen, von denen mir besonders die beiden Messen im Wald im Ged├Ąchtnis geblieben sind und von denen wir eine zusammen mit unseren Aachener Pilgerfreunden gefeiert haben, beim Vorstand f├╝r seine Unterst├╝tzung und sein Vertrauen, sowie bei meiner Frau Hedi, f├╝r all die Hilfe, Liebe und Verst├Ąndnis, die ich besonders w├Ąhrend der Vorbereitungszeit von ihr erfahren habe.

Zum Schluss w├╝nsche ich vor allem Dir, lieber Heinz, als Ersten Brudermeister in diesem Jahr, viel Gl├╝ck und Erfolg, sowie Gottes Segen. Allen Pilgern 1993 w├╝nsche ich von ganzem Herzen eine erbauliche und gute Pilgerreise.

Wallfahrtsbilder