Herbstwallfahrt 2018

Kommt und seht

Die Pilgergruppe

1. BrudermeisterUschi Post
2. BrudermeisterRalf Herrmanns
Kreuzträger
Christine Faymonville

Teilnehmer der Wallfahrt

Die Teilnehmer der Herbstwallfahrt 2018

Nachname VornameAnzahl Wallfahrten
BisteHeinz-Josef6
BrüggenPeter16
BrüggenMichael17
DreßenMaria17
DrobnySigrid12
ErdeltHanni6
FaymonvilleChristine17
HackenTruus13
HackenHans-Gerd17
HackenDaniel5
HeppnerStefanie4
HermannsRalf7
HeuerManfred38
KantersAngelika6
KretenBarbara10
KropikAngelika12
Le ThangLong17
MüldersUschi3
ObelsAlbert39
PackManfred5
PhamHa2
PierkesIris3
PostUrsula8
PostNorbert7
PostMatthias3
SchnockEwald19
SchulzAdelheid6
SigalasEnza4
SprengerFrank11
StähnMarlene19
TappeKlaus10
van de KampManuela3
VitzLothar23
WegenerVera11

Bericht des 1. Brudermeisters

Kommt und seht!“, so hieß das Leitwort der Herbstwallfahrt 2018.
35 Pilger gingen am Samstag, den 13.Oktober nach der Auszugsmesse in der Klosterkirche los. Bei sommerlichen Temperaturen begrüßten wir unsere Pilger an der Niers am Matthiasstein. Hier gab es die Erklärung für unser Leitwort: Mit „Kommt und seht!“ meint Jesus, „folgt mir und vertraut mir“. Genau darum baten wir unsere Pilger: meine Kreuzträgerin Christine Faymonville, mein zweiter Brudermeister Ralf Hermanns und ich.

Vertrauen war unser erstes Tagesthema, daher handelten die Gebete und Geschichten von diesem Thema Vertrauen. So erreichten wir am Abend Koster Steinfeld. Wie von einigen Pilgern gewünscht las ich am Abend ein Gedicht in Plattdeutsch vor: „Stärekloar“.

Am zweiten Tag, am Sonntag, feierten wir um 6 Uhr in der Kapelle unseren Gottesdienst. Wie schön, wenn der eigene Pastor unter den Pilgern ist.
Vor dem Altar stand ein großes Plakat mit einem Labyrinth, dazu hörten wir die Geschichte von Theseus, der nur mit Hilfe eines roten Fadens zurück ins Leben fand.
An diesem Tag habe ich die Texte dem Weben, Nähen, Stricken u.s.w. gewidmet, es war mein „Textilientag“. Unser Tagesthema lautete dementsprechend „Der Rote Faden des Glaubens“. Im Innenhof verteilten wir daher an alle einen dicken roten Faden, der uns nun auch als eine Gemeinschaft erkennen ließ. Und uns an den „roten Faden des Glaubens erinnerte.
Beim Text von „Vaters Mantel, der mich sehr berührt, waren die Pilger so leise, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören.
In den Pausen zeigte sich schon, dass die Idee, eigene Klappbecher zu besorgen gut war. Manfred, unser Fahrer, stellte fest, dass wir jetzt schon Mengen Plastikmüll einsparen konnten.
Mit dem plattdeutschen Gedicht „Dr Wäever“ ging es nun nach Büdesheim. Doch beim Rosenkranz auf dem Weg durch‘s büdesheimer Feld brannte die Sonne sehr heiß. Einige Pilger holten sich einen Sonnenbrand.

Am dritten Tag sollte unser Tagesthema uns „mit allen Sinnen“ beschäftigen. Im Stockdunkel erreichten wir bei steilem Anstieg die Marienkapelle oberhalb von Büdesheim. Mit der Taschenlampe, Schritt für Schritt, schärften wir unsere Sinne.
Schon bald wärmte uns wieder die Sonne, und wir kamen zu einer ganz neuen Station. Statt zum Kaffee zu Frau Beckers Garage gingen wir zum Künstlerdorf. Mich erinnerte es ein wenig an ein Hobbitdorf. Es wurde gesägt und Steinmetze hämmerten an ihren Skulpturen. Vor jedem Haus wurde gewerkelt. Mittendrin hatten unsere Fahrer für uns den Tisch gedeckt. Unter alten Bäumen im Freien haben wir ausgiebig getafelt. Es war ein Fest für die Sinne.
Weiter ging es durch den sonnendurchfluteten Wald zum Kreuzweg. Siegrid hatte Gott sei Dank ihre Stimme wiedergefunden.
Am Neuwerker Kreuz feierten wir unsere Pilgermesse. Aus einem Wort des kleinen Prinzen lernten wir, dass gerade die kleinen Dinge des Lebens so wichtig sind. Wer gut zusieht, zuhört, riecht, und fühlt mach oft wunderbare Erfahrungen.
So erreichten wir am Abend Burg Ramstein.

Der vierte Tag sollte der Höhepunkt unserer Wallfahrt sein. Wie im Leben, so sollte das Thema heute die Liebe sein.
Am Schusterkreuz hörten wir dazu eine Besinnung. Hier konnten wir zwei Pilger besonders ehren: Barbara Kreten und Klaus Tappe, die zum zehnten Mal auf dem Weg nach Trier waren.
Danach wurden viele Bilder geschossen.
Besonders schön war der Einzug in St. Mattheis. Bruder Thomas empfing uns am Tor zum Kirchplatz. Unerwartet viele Buspilger begrüßten uns auf dem Vorplatz.

Alle gemeinsam feierten wir in der Kirche und danach in der Krypta unsere Ankunft beim Grab des hl. Matthias.
Hier hörten wir eine Geschichte von einer großen Liebe, die sogar über den Tod hinaus ging. Es wurde feierlich als unsere Jubilare in der Krypta ihre Auszeichnung für die zehnte Wallfahrt bekamen.
Es muss schon eine große Liebe zu unserer Matthiasbruderschaft sein, da so viele Altpilger und Altbrudermeister bei uns in der Krypta waren.
Zum Beispiel hatte sich Willi Wegener zum sechzigsten Mal auf den Weg nach Trier gemacht.
Dieser besondere Tag endet nach alter Tradition mit einer Weinprobe bei Wahlen, auf die die Pilger sich freuten.
Natürlich wurde hier nach „absolut demokratischer Abstimmung“ die Herbstfürstin gewählt.

Den fünften Tag begannen wir mit der Messe und dem gutgelaunten Pater Athanasius. Das Thema des Tages: „ “ griff Pater Athanasius zu meiner Überraschung in der Predigt auf. Zu dieser Messe hatte er uns zu unserem Erstaunen nochmals in die Krypta eingeladen.
So verabschiedeten wir uns von St. Mattheis und zogen bei strahlendem Sonnenschein an der Mosel vorbei Richtung Heimat.
Im falschen Biewertal machten wir eine längere Pause. Ich las eine Besinnung über die Fabel von der Arche Noah: „Gott liebt sie alle, die Meckerziegen und albernen Gänse, die Nachtfalter und Eintagsfliegen, giftige Nattern und lustige Spaßvögel.“
Dabei ahnte ich nicht, wie sehr ich nun die Fantasie meiner Mitpilger angeregt hatte. Jeder nannte mir nun noch ein Tier, dass unbedingt mit in die Arche müsse. Einer meinte: “Der Schluckspecht“ gehöre auch noch dazu.
So erreichten wir fröhlich unser Ziel Burg Ramstein.
Am letzten Abend, einem bunten Abend auf der Burg bei Frau Moll gab es einige Überraschungen. Die Hofdamen hatten sich einiges ausgedacht: Prinzen wetteiferten um unsere Herbstfürstin.

Am letzten Morgen in der Früh verabschiedeten wir uns mit dem Heimatlied und „nach der Heimat“. Frau Molls Tochter blies zur Verabschiedung auf ihrem Jagdhorn.
Bei Sonnenschein und wieder herrlichem Wetter ging es nun zurück. Es gibt Regen- und Sonnenbrudermeister. Ich hatte das Glück, zu den letzteren zu gehören.
Am Matthiasstein endeten wir wie zu Beginn mit St. Exupery: Er sagt: „Wenn du ein Schiff bauen willst, so befiehl deinen Männern nicht Holz zu sammeln, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem Meer.“
Abgewandelt bat ich nun meine Pilger: “Wenn ihr zuhause über die Pilgertour erzählt, sagt nichts über steinige Wege und schmerzende Füße, sondern erzählt vom gemeinsamen Singen und Beten, von Freundschaften und dem wunderbaren Geist unserer Wallfahrt.“

Hier verteilte ich zur Erinnerung Karten mit dem Labyrinth auf der Vorderseite und mit einem Satz, der all unsere Tagesthemen zusammenfasste auf der Rückseite.
Im VERTRAUEN auf Gott
führt uns der
ROTE FADEN DES GLAUBENS
mit ALL UNSEREN SINNEN
zur LIEBE bei all unseren
BEGEGNUNGEN in
UNSEREM LEBEN.

Jetzt begann ein Herzen und Drücken zur Verabschiedung und oft als Dankeschön. Unser Weg führte uns nun zurück zur Klosterkirche, wo wir den Abschlusssegen erhielten und von unseren Angehörigen begrüßt wurden.
Nun will ich mich bedanken:
Bei allen Pilgern, die dabei waren. Wir wurden durch einen roten Faden voller Herzlichkeit zusammengehalten.
Bei meiner Kreuzträgerin Christine, die immer den richtigen Weg und den richtigen Ton fand.
Bei meinem zweiten Brudermeister Ralf, der hervorragen unsere Kasse führte und die Nachhut bildete.
Lieber Ralf ich wünsche Dir jetzt schon für deine Wallfahrt Sonnenschein, viel Glück und Gottes Segen.

Wallfahrtsbilder