Frühjahrswallfahrt 2018

Kommt und seht

Die Pilgergruppe

1. BrudermeisterJosef von der Weydt
2. BrudermeisterBeate Kaltefleiter
Kreuzträger
David Jansen

Teilnehmer der Wallfahrt

Die Teilnehmer der Frühjahrswallfahrt 2018

NachnameVornameAnzahl Wallfahrten
AbrahamsManfred24
BendHeinz16
BrintrupAngelika18
BrintrupRobert3
BrüggenStefan11
DeichselAnne1
DreimüllerMarion7
FußbergerGabriele13
FußbergerMarie-Luise13
GörgemannsThomas25
GüntherBernd26
HeitzerHans-Jochen16
HeitzerIngrid1
HofmeisterRalf2
JansenDavid4
KaltefleiterBeate17
KreuelsSusanne31
MoersUrsula14
PeschStefan9
PrinzenUli15
Schmidt-GüntherAngelika11
SchmitzStephan33
SchmitzThomas31
SchulzAdelheid6
SchulzAnne1
SchürkensPetra20
StrunkRainer24
StrunkRegina4
von der WeydtJosef6

Gedanken zum Jahreswort 

Kommt und seht
so lautet unsere diesjährige Jahreslosung.

Im Johannesevangelium wird erzählt, dass Andreas und andere Jünger von Jesus wissen wollten wo er wohnt. Und Jesus antwortete: Kommt und seht! Jesus also lud die Männer ein, mit ihm zu gehen. Sie vertrauten und folgten ihm. In diesem Geschehen und in den Worten Jesu steckt die Kernaussage der Losung für die Pilgerfahrten des Jahres 2018: Vertrauen.

Auch in den Psalmen heißt es „Mein Gott, auf Dich vertraue ich“ oder „Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht.“

Vertrauen ist eine Haltung des Menschen, die für das Gelingen seines Lebens von entscheidender Bedeutung ist. Die Neigung dazu ist dem Neugeborenen in seiner Natur mitgegeben. Es kommt darauf an, wie seine Anlage entfaltet, gestärkt und gegen Enttäuschungen gesichert wird, damit er auf Dauer die Beziehung zu anderen Menschen eingehen und leben kann.

Vertrauen ist eine Haltung, die auch für das Gelingen der Frühjahrswallfahrt 2018 von Bedeutung ist, für die Besinnung auf dem Pilgerweg und die Gespräche untereinander.

In der Jahreslosung 2018 „Kommt und seht“ erkenne ich neben der Kernaussage „Vertrauen“ zwei weitere Aussagen als Sinn dieser Losung: – an Jesus glauben
– Jesu Leben als Vorbild zu betrachten.

Wer Jesus bedingungslos vertraut, kann auch bedingungslos an ihn glauben. Wer Jesus bedingungslos vertraut, sollte Jesu Leben zum Vorbild des eigenen Lebens nehmen.

Bericht des Brudermeisters

Kommt und seht, so lautete die Jahreslosung des Wallfahrtsjahres 2018.

Am 05. Mai 2018 trafen sich 15 Frauen und 14 Männer um 5:30 Uhr zur Auszugsmesse in der Klosterkirche Neuwerk. Ihr Ziel war das Grab des heiligen Apostels Matthias in Trier. Für Thomas Görgemanns war es die 25. und für Petra Schürkens die 20. Fußwallfahrt. „Kommt und seht“ – von dieser Losung hatten 3 Neupilger gehört und so kamen um zu sehen: Ingrid Heitzer, Anne Schulz und Anne Deichsel. „]
Pfarrer Josef Biste feierte mit einer großen Gemeinde den Gottesdienst. Er fand aufmunternde und persönliche Worte für meinen 2. Brudermeister Beate Kaltefleiter, für meinen Kreuzträger David Jansen und für mich und sandte uns mit Gottes Segen auf den Weg zum Grab des heiligen Apostels Matthias.

Aus den Berichten meiner Vorgänger der letzten Jahre dürften euch der Weg, der Ablauf und die Stationen der Wallfahrt bekannt sein. Da sich daran nichts geändert hatte, kann ich auf Einzelheiten dazu verzichten.

Das Wetter unserer Wallfahrt 2018 – Wie sagte einer meiner Vorgänger: Wenn es regnet wird der Pilger nass, wenn die Sonne scheint, eben nicht. – Wir hatten den Sonnenschein.

Für die musikalische Gestaltung unserer Andachten und Gottesdienste sorgten Thomas Görgemanns mit seiner Gitarre, Regina Strunk mit ihrer Querflöte und Stefan Pesch am Keyboard. Den Dreien sage ich noch einmal herzlichen Dank für die jeweils passende Musik.

Uli Prinzen sage ich Dank für die Behandlung von Fuß- und sonstigen Schäden, die den Pilger unterwegs quälen.

Dem Fahrerteam ist es wie immer gelungen, die Pilgergemeinschaft hervorragend und pünktlich zu versorgen. Selbst eine Reifenpanne in Mohrweiler wurde souverän gemeistert und konnte den Ablauf der Wallfahrt nicht stören. Herzlichen Dank dem Fahrerteam für den Rundumservice.

Ich habe versucht, die Jahreslosung „Kommt und seht“ in die Texte, Meditationen, Rosenkränze und Andachten der einzelnen Pilgertage einfließen zu lassen. Jesus sagt „Kommt und seht“ wie ich lebe, wie ich handle und meint damit: glaubt mir, folgt meinem Vorbild, vertraut mir. Und so wählte ich „Vertrauen“ zum Thema des ersten Pilgertages von Neuwerk nach Mariaweiler.

Wir vertrauten auf Gott, dass er uns mit seinem Segen auf unserem steinigen Weg begleitet. Wir hörten, dass Vertrauen das einzige Mittel gegen Entmutigung ist. Wir hörten vom Aufruf zum Selbstvertrauen, vom einander Vertrauen und vom Gottvertrauen..

Am Ende des Tages stellt sich wohl jeder Brudermeister die Frage: „Haben meine Pilger mir zugehört?“ Ja, sie hatten. Aus der Geschichte von den zwei reisenden Engeln hatten sie wohl gelernt, dass „die Dinge sind nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen“. Dieser Satz wurde zum geflügelten Wort während der Wallfahrt.

„Kommt und seht – welche Freude das Pilgern bereitet“

„Freude“ war das Thema unseres zweiten Tages der Wallfahrt von Mariaweiler nach Urft. Die erste Freude des Tages brachte uns das Flötenspiel von Regina Strunk vor dem Morgengebet. Ihr Flötenspiel durften wir auch an allen folgenden Tagen vor dem Morgengebet genießen.

Das Thema „Freude“ hatte es in sich, denn schon zu Beginn des Weges hieß es: „Kommt und seht – die beiden Baustellenzäune an der Rur, die uns den Weg versperren“. Was für ein Glück, dass Drähte, die zwei Bauzaun-Elemente verbinden, auch mittels Kleinstwerkzeuge entfernt werden können. So konnten wir, unter Umdeutung von Verbotsschildern, das zornige Winken einer Zuschauerin ignorierend, den Weg mit Verzögerung, aber ohne Umwege fortsetzen. Für Pilger gibt es eben keine Hindernisse.

Keine Hindernisse – aber – es gibt die Mittagshitze. Konnte ich bei der Vorbereitung der Texte für die Wallfahrt wissen, dass der Rosenkranz“ …Jesus, der uns die Freude der Wallfahrt gibt“ in der Mittagshitze nicht die wahre Freude meiner Mitpilger auslöste?

Was hörten wir zum Thema Freude: „Kommt und seht“, dass man die Freude nicht mit dem erhobenen Zeigefinger erzwingen kann, dass man Freude in jungen Jahren auf einem Spezialkonto anhäufen sollte, um im Alter darüber verfügen zu können. „Kommt und seht“, dass auch Tanzen eine Art ist, Gott zu ehren und dass vom Kirchturm auch die Glocken des Frohsinns Trinklieder spielen dürfen.

Als Teil einer so wunderbaren Pilgergemeinschaft habe ich am Ende des Tages in Urft begriffen, dass auch ich für die Freude gemacht bin.

„Kommt und seht“ – mit Sinn, mit allen Sinnen.

Sinn und Sinne waren die Themen unseres dritten Tages der Wallfahrt von Urft nach Büdesheim.

Ein ganz besonderes Erlebnis sollten wir auf dieser Wegstrecke haben. „Kommt und seht“, was wir für euch vorbereitet haben. So empfingen uns die Kinder und die Erzieherinnen des Kindergartens in Schmidtheim. Ein Tisch mit Blumen und einer Marienfigur, die liebevoll „Maritzebill“ genannt wurde. Ein Tisch mit Kaffee und Kuchen. Kinder, die für uns „Maria breit den Mantel aus“ eingeübt hatten, aber auch „Maria mach den Mantel breit“ sangen. Kinder, die wissen wollten was wir hier tun und warum wir Kreuz und Piken dabei haben. Es war für mich das reine Vergnügen den Kindern den Sinn des Kreuzes zu erklären, welche Bedeutung die Piken haben und weshalb wir unterwegs sind.

Was hörten wir zum Thema Sinn und Sinne: „Kommt und seht“, wie wichtig jeder an seinem Platz ist, das war Thema verschiedener Texte als Sinnbild für das Pilgern, für unser Leben. Der Sinn der Losung „Kommt und seht“ war Thema unserer Andacht am Nachmittag. Wir hörten vom Leben mit allen Sinnen, von den Ohren für die Hellhörigen, von den Augen für die Weitsichtigen, von der Haut für die Feinfühligen und von der Nase für die, die riechen, was zum Himmel stinkt, von der Liebe, die blind ist und vom Wahnsinn begleitet wird.

Fehlt nur noch der Geschmackssinn. Der entwickelte sich erst am Abend in Büdesheim. „Kommt und seht“, wer an der Theke steht.

„Kommt und seht“ – was das tägliche Brot für uns Menschen bedeutet.

„Das tägliche Brot“ war Thema am vierten Tag der Wallfahrt von Büdesheim nach Burg Ramstein. Pfarrer Josef Biste war eigens angereist, um mit uns Pilgern und den Pilgern der Aachener Weggemeinschaft den Kreuzweg zu beten und anschließend die Heilige Messe am Neuwerker Kreuz zu feiern.

Was hörten wir zum Thema – das tägliche Brot -: „Kommt und seht“, dass wir das Brot der Zuneigung, der Liebe brauchen und dass das Teilen von Brot Frieden schafft. Kommt und seht“, was „to go“ bedeutet. Wir hörten, das die to-go-Mentalität kulinarische Einsamkeit bedeutet. Wer „to go“ nutzt verweilt nicht, er enteilt und Beten entfällt. „Kommt und seht“, den Hunger des Menschen nach Religion, nach Gott, wie wir aus einer Dokumentation über das Kriegsgefangenenlager Wickrathberg aus dem Jahr 1945 erfuhren. Wir hörten aus dieser Dokumentation ergreifende Worte aus den Tagebuchauszügen und den Briefen der Kriegsgefangenen, wie sehr sie unter Hunger und Entbehrungen gelitten haben.

Ein Kriegsgefangener hatte für seine Kameraden Kreuze aus Blechbüchsen hergestellt. Ich habe sie für meine Pilger in Originalgröße nachgebastelt. Kreuze für Zuversicht, Durchhaltevermögen und Wegbegleitung.

Das tägliche Brot bedeutet auch Genuss. Und den hatten wir abends in der Villa Vontenie in fester, aber auch in flüssiger Form.

„Kommt und seht – wie notwendig Zeiten der Muße sind.“

„Muße“ war das Thema unseres fünften Tages der Wallfahrt von Burg Ramstein nach Trier. Wir haben auf dieser Strecke zurückgeschaltet, das Tempo dosiert und ganz entspannt das Schusterkreuz erreicht, ein besonderer Ort der Freude. Hier durfte ich unseren drei Neupilgern das Pilgerversprechen abnehmen und sie zu Erstpilgern ernennen. Sie bekamen ihre Pilgerausweise ausgehändigt, Pilgernadeln und Sträußchen angeheftet und fanden sich dann in einem Menschenknäuel der Umarmung wieder. Und dann hieß es „Kommt und seht“ – die Tränen der Freude.

Kreuz und Piken waren geschmückt. Auf nach Trier! Nach Überwindung der Baustelle am Moselufer und mit dem Rosenkranzgebet uns ankündigend erreichten wir unser Ziel, das Grab des Apostels Matthias. Wir wurden mit Glockengeläut bei strahlendem Sonnenschein und mit viel Applaus von unseren angereisten Angehörigen und Freunden empfangen. Ein unbeschreibliches Gefühl. Gänsehaut pur. Bruder Thomas führte uns zur Begrüßung der Pilgergemeinschaft in die Basilika, wo er Jubilar und Erstpilger ehrte. Nach dem allgemeinen Treffen im Pilgersaal hielten wir Andacht in der Krypta, die erfreulich gut besucht war.

Was hörten wir zum Thema – Muße -. Muße ist ein Luxus, der es uns ermöglicht aufzutanken, nachzudenken, zur Besinnung zu kommen, Abstand zu gewinnen, die Seele baumeln zu lassen, Entdeckungen zu machen, Menschen kennen zu lernen, sich kennen zu lernen, die Natur zu erfahren, zu genießen, ganz neu zu werden. „Kommt und seht“, dass Pilgern eine besondere Form der Muße bedeutet. Wenn man seine Alltagsgewohnheiten überdenkt und bewusst neu ordnet, dann schafft das Pilgern Platz für Veränderungen und Perspektivwechsel.

Bleiben wir beim Thema Muße: Muße bedeutet, sich viel Zeit zu lassen – viel Zeit. „Kommt und seht“, wie hervorragend die Pilger diese Lektion verinnerlicht und abends in der Bierschwemme des Deutschen Hofs in die Tat umgesetzt haben.

„Kommt und seht – die Väter, die Männer.“

„Väter Männer“ war das Thema des sechsten Tages der Wallfahrt von Trier nach Burg Ramstein. Dieses Thema habe ich am Tag des Festes Christi Himmelfahrt gewählt, an dem auch das weltliche Fest Vatertag, gefeiert wird.

Nach einem ausgedehnten Frühstück trafen sich unsere Pilgergruppe und die über Nacht in Trier gebliebenen Angehörigen und Freunde um 10 Uhr zum Pontifikalamt in der Basilika St. Matthias. Unsere Pilgerschwestern Marie-Luise und Gabriele Fußberger durften das Pilgerbuch und die Pilgerkerze zum Altar bringen. Beate Kaltefleiter half beim Austeilen von Brot und Wein und ich durfte die Fürbitten vortragen.

Um 12:15 trafen wir uns alle zur Andacht in der Marienkapelle. Zum Ende der Andacht erschien auch Bruder Thomas um uns Gottes Segen für unseren Rückweg zu erteilen. Nach der Aufnahme des Gruppenbildes und dem Gesang am Brunnen im Klosterhof verließen wir St. Mattheis mit dem Rosenkranzgebet entlang des Moselufers.

Was hörten wir zum Thema „Väter Männer“: Männer haben dem Begriff „Mann“ viel Ehre gemacht und viele haben ihm Schande bereitet. „Kommt und seht“ wie ein Vater tröstet und wie besorgt er für seine Kinder betet. „Kommt und seht“ wie wortkarg männliche Kommunikation verläuft. „Kommt und seht,“ wie Gott sich mit einer Männerrunde am Vatertag amüsiert.

Am Eifelkreuz haben die Pilgerdamen uns Männer anlässlich des Vatertags gefeiert und mit einer Kazoo ausgestattet. Das ist ein kleines, flötenartiges Musikinstrument für krächzende Töne. Ein unüberhörbares, nicht enden wollendes Konzert war die Folge. Das endete auch nicht am bunten Abend auf Burg Ramstein.

„Kommt und seht“ – das Kind im Manne. Sollte je ein Komponist ein Werk für Kazoo schreiben wollen, das gibt es schon, denn wenn sie nicht weiter gepilgert sind, dann spielen sie noch heute.

„Kommt und seht – Gott und die Welt.“

„Gott und die Welt“ war das Thema des siebten Tages der Wallfahrt von Burg Ramstein nach Büdesheim.

Der bunte Abend hatte keinerlei Nachwirkungen und so konnten wir uns nach dem Morgengebet mit Gesang von unseren Gastgebern verabschieden. Vom Trompetenspiel der Wirtin begleitet, machten wir uns auf den Weg.

Was hörten wir zum Thema „Gott und die Welt“? Dass man auf die Menschen, insbesondere auf die Kranken zugehen soll, um ihnen ihre Bedeutung zurück zu geben. „Kommt und seht“ den freien Platz in der Hölle für den, der zusieht, wie Unterdrückte verfolgt und Arme und Schwache ausgebeutet werden. Wir hörten vom Tyrannen, der mit seiner Gemeinheit und Boshaftigkeit prahlte, von Gott, der sich nicht manipulieren lässt oder auf Knopfdruck handelt, von den Bürgern eines Dorfes, die verhinderten, dass sich Ausländer ansiedeln und in deren Dorfkirche jemand ein Schild anbrachte auf dem stand: „In dieser Woche haben die Bürger unseres Dorfes Jesus Christus ans Kreuz geschlagen“. „Kommt und seht“, dass Menschen in Not nicht das Amt, die Sozialhilfe, den Wohlfahrtsstaat, sondern erst einmal auch unsere schnelle Hilfe brauchen.

Was für ein Tag! Nach der Andacht am Neuwerker Kreuz erreichten wir Weißenseifen, wo uns Frau Becker zum letzten Mal als Gastgeberin für die Pilger unserer Bruderschaft empfing. Wir bedankten uns für ihre jahrelange Gastfreundschaft. Auf unserem Weg zum Helenabrunner Kreuz meldeten einige Pilger Darmbeschwerden und aufkommende Übelkeit.

Das Helenabrunner Kreuz.

Brudermeisterverabschiedung.

Ein Ort und ein Zeitpunkt bewegender Gefühle.

„Non, je ne regrette rien“, so hat Edith Piaf gesungen, so haben wir es in unserer Andacht am Neuwerker Kreuz gehört, – Nein, ich bereue wirklich nicht, dass ich Brudermeister einer so tollen Pilgergemeinschaft 2018 sein durfte. Uli Prinzen hat in bewegenden Worten die Erlebnisse der Wallfahrt zusammengefasst und ich konnte nur durch kräftiges „Michkneifen“ Tränen der Rührung unterdrücken. Und die Umarmungen meiner Mitpilger waren pure Wohltat.

Leichten Schrittes kamen wir zur Marienkapelle über Büdesheim. Das Gebet eines Wanderschuhs verriet uns, wie schön es ist anzukommen, beim pilgern – wie im Leben. Leichten Schrittes, erreichten wir Büdesheim, mit viel Verspätung, aber glücklich.

„Kommt und seht“, wie die Pilger den letzten Abend in Büdesheim verbrachten. Das verrate ich nicht. Vielleicht weiß das inzwischen Gott und die Welt.

„Kommt und seht“ die Pilger kommen zurück.

„Ankommen“ war das Thema des achten und letzten Tages der Wallfahrt von Büdesheim nach Neuwerk.

Angekommen waren bei einigen Pilgern Magen- und Darmbeschwerden. Es war eine Erleichterung, dass wir nach dem Morgengebet mit dem Bus nach Schloss Rheydt gebracht wurden.

Kreuz und die Piken bekränzt. Kurze Meditation. Letzter Rosenkranz der Wallfahrt. Auf nach Neuwerk. Wegen Übelkeit waren drei Pilger leider nicht fähig, den Fußweg nach Neuwerk zurückzulegen.

„Kommt und seht“ die Pilger am Matthias-Stein an der Niers. Zum letzten Mal auf der Wallfahrt unter sich.

Hier setzten wir nach einer angenehm anstrengenden Wallfahrt einen Punkt,
hinter allem Unvollendeten ein Komma,
hinter alle noch offenen Fragen einen Gedankenstrich,
hinter allem, was man dem ein oder anderen schuldig geblieben war ein Fragezeichen
und hinter das, was voll Leben und Liebe war ein freudiges Ausrufezeichen.
Ich verabschiedete meine Pilger mit Gottes Segen. Dann gab es kein Halten mehr. Paaschen war angesagt, jeder mit jeder und jede mit jedem.

Nach einer, ich hoffe nicht nur für mich, wundervollen Woche erreichten wir alle gemeinsam wieder unsere Heimat Neuwerk.

„Kommt und seht“. Diese Jahreslosung 2018 war wie für mich gemacht. Der Sinn dieser Losung ist der Grund, weshalb ich überhaupt mit nach Trier gehe.

„Kommt und seht“, ich zeige Flagge für den Glauben, für die Hoffnung.
Wozu stehe ich ? Was bewegt mich?
Die Öffentlichkeit darf es wissen, soll es wissen.

Bekenntnisse. Mit Kreuz, mit Piken, mit wehenden Fahnen.

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