Frühjahrswallfahrt 2017

Einmütig im Gebet

Die Pilgergruppe

1. BrudermeisterMichael Brüggen
2. BrudermeisterJosef von der Weydt
Kreuzträger
Olaf Wienands

Teilnehmer der Wallfahrt

Die Teilnehmer der Frühjahrswallfahrt 2017


NachnameVornameAnzahl Wallfahrten
AbrahamsManfred23
Brüggen Georg10
Brüggen Michael11
DreeßenRalf3
GörgemannsThomas24
GüntherBernd25
HeitzerAndrea15
HeitzerHans-Jochen15
HeitzerMartin5
HofmeisterRalf1
Jansen David3
Kaltefleiter Beate16
KreuelsThomas-Peter4
LüpertzCristina2
LüpertzMatthias1
SchmitzStephan32
SchmitzThomas30
SiebeckeRegina13
StapelmannChantal3
von der WeydtJosef5
WienandsOlaf2
WoltersAngela27

Gedanken zum Jahreswort

Einmütig im Gebet
So lautet die Jahreslosung der Matthiasbruderschaft für das Jahr 2017. Diese Worte sind in der Apostelgeschichte unmittelbar vor dem Bericht zur Wahl des Apostels Matthias zu finden.


Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, kehren die Jünger nach Jerusalem zurück und bleiben dort. Wir können dort lesen: „Dann kehrten sie vom Ölberg, der nur einen Sabbatweg von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück. Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Bebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern”.

Das Thema für die Pilgerfahrten im Jahr 2017 soll Beten und Gebet sein. Einmütig kann hier zwei Bedeutungen haben. Zum eine beten wir gemeinsam, wie die Jünger Jesu in Jerusalem, die mit ihrem Gebet auch mit Jesus verbunden sind, zum anderen stärken die Gebete auch unsere Gemeinschaft, wie das gemeinsame Beten die Jünger damals in ihrer Trauer um Jesu Tod und Himmelfahrt getröstet hat.

Durch das gemeinsame Gebet bringen wir unsere Wünsche, Sorgen, Ängste aber auch unsere Freude vor Gott.
Das Gebet vereint aber auch uns alle, die wir so verschieden sind.
Gott ist es egal, welcher Konfession oder Gemeinde wir angehören, er sieht nicht auf Äußeres, er unterscheidet nicht nach Arm oder Reich, nach Beruf oder Schulabschlüssen.
Wenn wir uns mit unseren Anliegen an ihn wenden, nimmt er alle ernst.
Wenn wir gemeinsam zu ihm beten sind auch wir, wie die Jünger damals in Jerusalem, einmütig im Gebet.

Bericht des Brudermeisters

Am Samstag, den 20.05.2017 trafen sich 23 Pilger um 5.00 Uhr an der Klosterkirche in Neuwerk, um ihr Gepäck in die Begleitfahrzeuge zu verladen. Danach feierten wir um 5.30 Uhr mit Freunden und Verwandten unter der Leitung unseres Pfarrers Josef Biste die Auszugsmesse.


Nach dem Schlusssegen machten sich dann die Pilger unter Begleitung von Sigrid Drobny, die die Bruderschaftsfahne trug, sowie dem König der St. Maria Männerbruderschaft Rolf Claßen und seinem Brudermeister Rainer Hambach auf den Weg zur Dreiheisterkapelle. Nach einem Gebet ging es weiter zum Schloß Rheydt, wo wir dann frühstückten.
Nach einem Text hinter Schloß Rheydt verabschiedeten wir Rolf und Rainer und gingen ab dort alleine in unserer Pilgergruppe weiter Richtung Trier. Meine Bedenken, ob die Gruppe bei den Texten zuhört und einige davon behalten werden, wurden unter der Autobahnbrücke in Wickrath schon ausgeräumt. In dem Text hinter Schloß Rheydt haben wir gehört, wie die Eingeborenen im Urwald Affen fangen.
Genau diese Handbewegung machte Ralf Dreehsen bei dieser Pause, worauf Stephan Schmitz sagte: “ im Urwald hätte mir de Aap schon jefange“. Nach dem Lachen einiger Pilger wusste ich, dass die Gruppe zuhört und auch einiges davon behält.
Weiter ging es zur Mittagspause nach Holzweiler, wo wir im Haus Krummen auf Grund der Gruppengröße nicht wie üblich im Saal auf der ersten Etage, sondern unten im Gastraum essen konnten. Über Titz, wo wir am Bildstock der Familie Brückmann die Fünf Wunden beteten, erreichten wir die Sophienhöhe, wo Familie Reinartz schon mit Kaffee und Kuchen auf uns wartete. Auch unser langjähriger Freund und Fahrer Hans Zons war schon da, so dass wir nach der Pause zur Rur aufgefahren werden konnten und unsere letzte Etappe nach Mariaweiler in Angriff nehmen konnten. Erschöpft aber glücklich, den ersten Tag geschafft zu haben, gingen alle zum Abendessen und kurz darauf auch in die verdiente Nachtruhe.

Am Sonntag, den 21.05.2017 setzten wir unsere Wallfahrt um 6.05 Uhr nach dem Morgengebet am Bildstock in Mariaweiler fort. Hier war mein erster Gedanke: haben sich heute Nacht alle genug erholt?
Entlang der Rur kam irgendwann von hinten das Kommando “ rechts ran“ und sofort danach der Zusatz „links um“. Als dann die ganze Gruppe lachte war mir klar, dass die Stimmung auch jetzt sehr gut war.
Wie ich aus eigener Erfahrung und aus einigen Gesprächen weiß, ist der zweite Tag immer ein sehr schwieriger Tag. Deshalb habe ich gegen Mittag einen Text von einem Pilger vorgelesen, der seinen Pilgerweg abbrechen wollte und nach einem Gespräch mit einem anderen Pilger diesen Weg dann doch zu Ende gegangen ist. Ich hoffe, dass der ein oder andere Pilger unserer Gruppe dadurch auf andere Gedanken gekommen ist.
Unser Mittagessen nahmen wir in Hergarten ein. Da die Gaststätte den Besitzer gewechselt hat und die neuen Besitzer jetzt Deutsch-chinesische Küche anbieten, haben wir im Vorfeld einige Witze gemacht, was es zu Essen gibt.
Nach einer großen Portion Spagetti Bolognese waren wir uns alle einig, dass das Essen sehr gut war.
Nach einer Andacht in Voißel erreichten wir abends unser Tagesziel, das Landschulheim Dalbenden. Nach einem kurzen Gespräch mit Rainer Strunk sagte er mir, dass er die Wallfahrt hier beenden wird, da er große Probleme mit einem Fuß hat.

Nachdem wir am Montag, den 22.05.2017 im Innenhof des Landschulheims unser Morgengebet gebetet haben, habe ich der Gruppe mitgeteilt, dass Rainer gestern die Wallfahrt abgebrochen hat. Natürlich fanden das alle schade, aber die Gesundheit der Pilger geht nun mal vor.
So traurig diese Nachricht auch war, hob sich die Stimmung der Gruppe danach aber sofort wieder, da wir unseren Mitpilger Thomas-Peter zu seinem Geburtstag gratulieren konnten.
Obwohl es an diesem Morgen sehr kalt war, sollten wir im Laufe des Tages noch kräftig ins Schwitzen kommen.
In Jünkerath wurden wir dann von den Wirtsleuten der Glaadter Hütte wie in den letzten Jahren draußen mit einer guten Suppe verpflegt, so dass wir nach der Pause unserem Tagesziel Büdesheim entgegen gehen konnten.
Auf dem Weg zur nächsten Pause bekam Stephan dann eine Nachricht von Rainer, dass er schon beim Arzt war und unsere Gespräche und Gebete vermisst, uns aber eine gute Wallfahrt wünscht. Diese Nachricht las er dann bei der nächsten Pause vor.
Den Text, den ich für diese Pause vorbereitet hatte, hätte nicht besser zu dieser Situation passen können. Es ging um einen kranken Mann, der einen kleinen Funken in seinem Krankenzimmer gesehen hatte. Der Funke erklärte ihm, dass er ein Gedanke eines Freundes sei, der gerade an ihn denkt.
In den Gesichtern der Pilger glaube ich gesehen zu haben, dass gerade einige Funken zu Rainer geschickt wurden.
Weiter ging es nach Sünnen, wo wir eine Andacht feierten und eine Pause machten. Nach der letzten Pause an der Matthias Kapelle in Scheuern erreichten wir geschafft aber gutgelaunt Büdesheim. Nach dem Abendgebet am Dorfrand zogen wir dann singend in Büdesheim ein.

Nach einer kurzen Nacht ging es am Dienstag, den 23.05.2017 weiter in Richtung Trier.
Gegen 8.25 Uhr erreichten wir das Haus von Frau Becker, wo wir unseren Pfarrer Josef Biste und einige Herbstpilger trafen, die nach einer kurzen Pause mit uns bis zum Neuwerker Kreuz gingen, um mit uns eine Messe zu feiern.
Auf dem Weg zum Neuwerker Kreuz trafen wir unsere Pilgerfreunde aus Aachen, die wie in den letzten Jahren mit uns den Kreuzweg beteten.
Am Neuwerker Kreuz feierten wir dann gemeinsam eine Messe unter der Leitung von Josef Biste.
Da ich die Jubilare in unserer Gruppe mit in die Texte der Wallfahrt einbinden wollte, habe ich Bernd Günther gefragt, ob er in der Messe einen Text mit mir vorlesen würde.
Ohne diesen Text einmal zusammen gelesen zu haben, ist dieser in der Messe so gut angekommen, dass selbst die zum Teil konservativ wirkenden Aachener herzhaft gelacht haben. Ich habe es noch nie erlebt, dass mir in der Messe jemand sagt, dass ich Übergewicht habe.
Als wir uns nach der Messe von den Aachenern und den nachgekommenen Pilgern aus Neuwerk verabschiedet hatten, ging es bis nach Mohrweiler, wo wir zu Mittag aßen und dann mit dem Bus zu unserem Bildstock nach Meilbrück gefahren wurden.
Über eine Pause bei der Familie Schneider ging es weiter bis zum Bahnhof in Kordel.
Hier hörten wir einen Text über eine Zugfahrt des Lebens und ich bat danach die Gruppe den folgenden Rosenkranz nicht wie gewohnt für die Kranken, sondern für meinen verstorbenen Vater zu beten und mich danach alleine bis zur Burg gehen zu lassen.
Ohne irgendeinen Einwand wurde mir dieser Wunsch erfüllt, dafür möchte ich mich noch einmal recht herzlich bei allen bedanken. Ich glaube, dass genau solche Momente unsere Bruderschaft ausmacht.
Und noch eine Änderung hatten wir an diesem Abend. Wir nahmen unser Abendessen nicht wie gewohnt auf der Burg und in der Villa Vontenie ein, sonder gemeinsam mit allen in der Villa Vontenie, das Frühstück am nächsten Morgen gab es dann für alle auf der Burg.

Am Mittwoch, den 24.05.2017 machten wir uns um 7.00 Uhr auf zur letzten Etappe nach Trier.
Obwohl dieser Wallfahrtstag mit einer der kürzesten Tage ist, ist er wohl auch einer der Emotionalsten. Vorbei am Eifelkreuz erreichten wir pünktlich das Schusterskreuz, an dem wir nach einer kurzen Pause unsere Neupilger in die Bruderschaft aufnahmen. Nach einigen Erinnerungsfotos ging es dann bis ans Moselufer wo wir unseren letzten Rosenkranz beteten.
Gegen 11.30 Uhr erreichten wir die Abtei, wo wir von einigen angereisten Freunden, Verwandten und von Bruder Thomas empfangen wurden.
Nach der Einzugsandacht verweilten wir im Klosterbereich und feierten dann eine Andacht in der Krypta.
Der Nachmittag stand dann allen zur freien Verfügung und wir trafen uns abends zum Abendessen im Deutschen Hof.
Anschließend durfte ich noch drei Jubilare Ehren: Georg Brüggen für seine 10. Wallfahrt, Bernd Günther für seine 25. Wallfahrt und Thomas Schmitz für seine 30. Wallfahrt.
Danach ließen wir den Abend bei einigen Kaltgetränken an der Bar ausklingen.

Am Donnerstag, den 25.05.2017 trafen wir uns dann um 07.50 Uhr, um unser Gepäck zu verladen. Normalerweise sollte man meinen, dass alle Pilger gut geschlafen hatten und frohgelaunt zum Gepäckverladen kommen würden. Allerdings hatten einige, nein alle in der Nacht die Bekanntschaft mit zwei Nilgänsen und deren Balzverhalten gemacht, so dass der Schlaf etwas kürzer ausfiel, als wir uns das erhofft hatten. Die zwei Gänse schauten uns dann auch weiterhin balzend beim Gepäckverladen zu, was bei einigen den Wunsch nach einer Steinschleuder aufkommen ließ.
Nachdem alle gefrühstückt hatten, machten wir uns auf in Richtung St. Matthias, wo schon einige Freunde und Verwandte auf uns warteten.
Um 10.00 Uhr feierten wir dann gemeinsam das Hochamt und nach einer Pause unsere Auszugsandacht, an der auch Bruder Thomas teilnahm.
Anschließend machten wir unser Pilgerfoto und machten uns dann auf den Rückweg Richtung Burg Ramstein.
Am Eifelkreuz gratulierten die Pilgerinnen dann allen Pilgern zum Vatertag und wir machten uns auf den Weg zur Genoveva Höhle, wo wir unser Abendgebet beteten und uns dann trennten, da einige Pilger zur Genoveva Höhle gingen.
Auf Burg Ramstein gab es dann für die gesamte Gruppe das Abendessen.
Da der Förderverein für die Burg eine neue Brücke errichtet hat, kann die Burg wieder besichtigt werden. Dieses Angebot wurde von einem Teil der Gruppe dann auch wahrgenommen.
Der Rest des Abends wurde dann in fröhlicher Runde begangen.

Am Freitag, den 26.05.2017 gab es das gemeinsame Frühstück in der Villa Vontenie und wir trafen uns anschließend auf dem Hof der Burg, um das Morgengebet zu beten und uns mit dem Neuwerker Heimatlied und Nach der Heimat zu verabschieden. Kurz nach dem wir uns auf den Weg gemacht hatten, verabschiedete uns dann Sabine Moll von der Burg mit einem Musikstück auf ihrem Jagdhorn.
Entlang der Bahnstrecke wurde dann der Rosenkranz für alle Kranken gebetet, die wir in Gedanken auf unseren Weg mitgenommen haben.
Am Bahnhof in Kordel beteten wir ein Gegrüßet seist du Maria und ein Vater unser für Michael Veldung der am Vortag durch einen tragischen Unfall gestorben war. Nach dem wir am Bildstock in Meilbrück einen Text gehört haben und uns bei Frau Schillings für die Pflege des Bildstocks bedankt hatten, stiegen wir in den Bus und fuhren zum Mittagessen nach Mohrweiler.
Frisch gestärkt ging es jetzt zum Neuwerker Kreuz, wo wir eine Andacht feierten und anschließend eine Pause bei Frau Becker machten, zu der unsere Jubilare den Kuchen gespendet hatten.
Ab hier ging ich bis zur Brudermeisterverabschiedung hinten und überließ Josef die Gruppe.
Das Abendgebet wurde dann an der Marienkapelle über Büdesheim gebetet und wir zogen singend in Büdesheim ein.

Zur letzten Etappe unserer Wallfahrt machten wir uns am Samstag, den 27.05.2017 gegen 08.00 Uhr mit dem Bus auf, jedoch nicht ohne uns vorher bei dem Team der Gaststätte zur Post mit dem Neuwerker Heimatlied und Nach der Heimat zu bedanken.
Am Schloss Rheydt angekommen wurde ich dann durch unser Fahrerteam zu einem Interview mit einer Reporterin von Radio 90,1 geführt.
Während einer kurzen Pause im Purino wurden die Piken und das Kreuz für den Einzug in Neuwerk geschmückt.
Jetzt ging es auf den letzten Weg, den die Gruppe alleine geht, bevor wir nach der Verabschiedung am Matthiasstein von den ersten Freunden und Verwandten an der Niers empfangen wurden.
Nach einem Text an der Dreiheister Kapelle, wo Sigrid schon mit der Fahne auf uns wartete, gingen wir zur Marienkapelle, wo wir von den Kommunionkindern, Bruderschaftlern aus Bettrath und Neuwerk und vielen Freunden begrüßt wurden.
Zum Abschluss der Wallfahrt feierte Pfarrer Biste mit allen eine Abschlussandacht und wir verabschiedeten uns danach vor dem Kloster mit dem Neuwerker Heimatlied und Nach der Heimat.

Zum Schluss meines Rückblicks möchte ich mich beim Vorstand für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung vor und während der Wallfahrt bedanken.

Dir Beate wünsche ich eine tolle aufregende Zeit als zweite Brudermeisterin und genieße die nächsten zwei Jahre.

Josef bei dir möchte ich mich für die Unterstützung als zweiten Brudermeister bei meiner Wallfahrt ganz besonders bedanken und ich hoffe, dass du auch eine so tolle Gruppe zu deiner Wallfahrt hast, wie ich sie hatte.

Danke.

Wallfahrtsbilder

Wallfahrtstexte